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Glossar · B

BSI-Schutzprofile

BSI-Schutzprofile sind Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zur Sicherstellung von IT-Sicherheit.

Definition

Die Schutzprofile beschreiben Sicherheitsfunktionen und deren Nachweis, die ein Produkt erfüllen muss, um als vertrauenswürdig eingestuft zu werden. Sie bilden die Basis für die Zertifizierung von IT-Produkten im Rahmen des IT-Grundschutzes und der Common Criteria (CC).

Hintergrund und Standardisierung

Die Schutzprofile werden kontinuierlich aktualisiert und an neue Bedrohungslagen sowie technologische Entwicklungen angepasst. Sie sind Teil der BSI-Zertifizierungsprogramme und werden in Zusammenarbeit mit Herstellern, Anwendern und Prüfinstituten erarbeitet.

Funktionsweise und Inhalte

Darüber hinaus enthalten Schutzprofile Angaben zu den zu schützenden Assets, den Bedrohungen, den Sicherheitszielen und den Annahmen über die Einsatzumgebung. Diese strukturierte Beschreibung erleichtert die Bewertung und Zertifizierung durch unabhängige Prüflabore.

Einsatzgebiete

Insbesondere im öffentlichen Sektor und bei kritischen Infrastrukturen sind Schutzprofile eine wichtige Grundlage für die Auswahl und den Einsatz sicherer IT-Komponenten. Die Einhaltung der Schutzprofile erleichtert die Integration in bestehende Sicherheitskonzepte.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Im Vergleich zu internationalen Common-Criteria-Profilen sind BSI-Schutzprofile national spezifisch und berücksichtigen deutsche Sicherheitsanforderungen. Wettbewerber oder Alternativen sind Schutzprofile anderer nationaler Zertifizierungsstellen, die jedoch meist auf ähnlichen internationalen Standards basieren.