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Glossar · D

Display-Kampagne

Eine Display-Kampagne umfasst die Schaltung von visuellen Anzeigen auf Webseiten, um die Markenbekanntheit zu steigern.

Definition

Eine Display-Kampagne bezeichnet eine Form der Online-Werbung, bei der visuelle Anzeigen auf Webseiten, in Apps oder auf sozialen Medien platziert werden. Diese Anzeigen können verschiedene Formate haben, darunter Banner, Videos, interaktive Elemente oder Rich Media. Ziel einer Display-Kampagne ist es, die Aufmerksamkeit der Nutzer auf eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu lenken und dadurch die Markenbekanntheit zu erhöhen oder bestimmte Aktionen zu fördern.

Im Gegensatz zu Suchmaschinenwerbung, die auf Textanzeigen basiert und auf Suchanfragen reagiert, nutzt eine Display-Kampagne grafische Inhalte, um Nutzer auch ohne aktive Suche zu erreichen. Die Ausspielung der Anzeigen erfolgt meist über Werbenetzwerke oder Programmatic Advertising, wodurch eine gezielte Ansprache bestimmter Zielgruppen möglich ist.

Hintergrund und Entwicklung

Die Entwicklung von Display-Kampagnen ist eng mit dem Wachstum des Internets und der digitalen Werbebranche verbunden. Erste Formen von Display-Werbung erschienen Mitte der 1990er Jahre, als Banneranzeigen auf Webseiten eingeführt wurden. Seitdem haben sich die Formate und Technologien stark weiterentwickelt, insbesondere durch die Einführung von Videoanzeigen und interaktiven Elementen.

Mit der Etablierung von Werbenetzwerken wie Google Display Network oder Facebook Audience Network wurde die Reichweite von Display-Kampagnen erheblich erweitert. Zudem ermöglicht Programmatic Advertising seit den 2010er Jahren eine automatisierte und datengetriebene Ausspielung von Anzeigen, was die Effizienz und Zielgenauigkeit von Display-Kampagnen verbessert hat.

Funktionsweise und Ablauf

Eine Display-Kampagne wird in der Regel über eine Werbeplattform oder ein Werbenetzwerk eingerichtet. Dabei werden Zielgruppen anhand von Kriterien wie Demografie, Interessen, Verhalten oder Standort definiert. Die Anzeigen werden dann in Echtzeit auf passenden Webseiten oder Apps ausgespielt, die Teil des jeweiligen Netzwerks sind.

Die Abrechnung erfolgt häufig auf Basis von Impressionen (CPM), Klicks (CPC) oder Conversions (CPA). Zur Erfolgsmessung werden Kennzahlen wie Reichweite, Klickrate (CTR), Verweildauer oder Conversion-Rate herangezogen. Zudem kommen Tracking-Technologien wie Cookies oder Pixel zum Einsatz, um die Nutzerinteraktionen zu analysieren und die Kampagne zu optimieren.

Einsatzgebiete

Display-Kampagnen werden vor allem zur Steigerung der Markenbekanntheit und zur gezielten Ansprache potenzieller Kunden eingesetzt. Sie eignen sich für verschiedene Branchen und Zielgruppen, da die visuelle Gestaltung der Anzeigen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Häufig werden Display-Kampagnen auch zur Unterstützung von Produktlaunches oder saisonalen Aktionen genutzt.

Darüber hinaus können Display-Kampagnen im Rahmen von Retargeting eingesetzt werden, um Nutzer, die bereits Interesse gezeigt haben, erneut anzusprechen. In Kombination mit anderen Marketingmaßnahmen wie Suchmaschinenmarketing oder Social Media Advertising tragen Display-Kampagnen zur ganzheitlichen Online-Marketing-Strategie bei.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Display-Kampagnen unterscheiden sich von Suchmaschinenwerbung (SEA) dadurch, dass sie nicht auf Suchanfragen reagieren, sondern proaktiv visuelle Inhalte ausspielen. Während SEA vor allem auf Intent-getriebene Nutzer abzielt, spricht Display-Werbung oft Nutzer in einer früheren Phase der Customer Journey an.

Im Vergleich zu Social Media Advertising, das ebenfalls visuelle Anzeigen nutzt, erfolgt die Ausspielung bei Display-Kampagnen meist über ein breiteres Netzwerk von Webseiten und Apps. Social Media Advertising ist stärker auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn konzentriert und bietet meist spezifischere Targeting-Optionen basierend auf den Plattformdaten.