Zum Inhalt springen

Glossar · F

Fotografie

Kunst und Technik der Erstellung von Bildern durch das Einfangen von Licht auf lichtempfindlichem Material oder digitalen Sensoren.

Definition

Fotografie bezeichnet die Kunst und Technik der Erstellung von Bildern durch das Einfangen von Licht auf lichtempfindlichem Material oder digitalen Sensoren. Dabei wird das Licht durch eine Linse auf ein Medium projiziert, das die Lichtinformationen dauerhaft speichert. Fotografie umfasst sowohl künstlerische als auch technische Aspekte und dient der visuellen Dokumentation, Kommunikation und Gestaltung.

Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern „photos“ für Licht und „graphein“ für schreiben oder zeichnen zusammen. Fotografie kann analog mit Film oder digital mit Bildsensoren erfolgen und reicht von einfachen Schnappschüssen bis zu komplexen Inszenierungen. Sie ist ein zentrales Medium in Kunst, Wissenschaft, Journalismus und Werbung.

Geschichte und Entwicklung

Die Anfänge der Fotografie liegen im frühen 19. Jahrhundert. Die erste dauerhafte Fotografie wurde 1826 oder 1827 vom Franzosen Joseph Nicéphore Niépce erstellt. Kurz darauf entwickelten Louis Daguerre und William Henry Fox Talbot eigenständige Verfahren, die die Fotografie populär machten.

Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurden verschiedene fotografische Techniken entwickelt, darunter die Daguerreotypie, das Kollodiumverfahren und der Rollfilm von George Eastman. Mit der Erfindung der Digitalkamera in den 1970er Jahren und ihrer Verbreitung ab den 1990er Jahren veränderte sich die Fotografie grundlegend hin zur digitalen Bildaufnahme und -verarbeitung.

Technische Grundlagen

Die Fotografie beruht auf der Lichtempfindlichkeit eines Mediums, das entweder chemisch (Film) oder elektronisch (digitaler Sensor) ist. Eine Kamera sammelt das Licht durch eine Linse, die das Bild auf das Medium fokussiert. Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert bestimmen die Menge und Qualität des einfallenden Lichts.

Digitale Kameras verwenden Bildsensoren wie CCD oder CMOS, die Licht in elektrische Signale umwandeln. Diese Signale werden verarbeitet und als digitale Bilddateien gespeichert. Analoge Verfahren basieren auf lichtempfindlichen Chemikalien, die durch Lichtbelichtung verändert werden und so ein Bild erzeugen.

Einsatzgebiete

Fotografie findet in zahlreichen Bereichen Anwendung, darunter Kunst, Werbung, Wissenschaft, Journalismus und private Dokumentation. Künstlerische Fotografie nutzt das Medium zur kreativen Bildgestaltung, während Werbefotografie Produkte und Dienstleistungen visuell präsentiert.

In der Wissenschaft dient Fotografie der Dokumentation und Analyse, beispielsweise in der Mikroskopie oder Astronomie. Der Fotojournalismus verwendet Fotos zur Berichterstattung und Informationsvermittlung. Auch im Alltag ist Fotografie durch Smartphones allgegenwärtig geworden.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Fotografie unterscheidet sich von verwandten bildgebenden Verfahren wie der Malerei dadurch, dass sie Licht physikalisch einfängt und speichert, statt es manuell zu erzeugen. Im Gegensatz zur Filmkunst ist Fotografie statisch und bildet einzelne Momente ab.

Zudem grenzt sich Fotografie von Video ab, das bewegte Bilder aufzeichnet. Während die Fotografie auf Einzelbilder fokussiert, stellt Video eine Abfolge von Bildern dar. Auch die digitale Bildbearbeitung ist ein eigenständiger Bereich, der oft mit der Fotografie kombiniert wird, jedoch nicht deren Kern darstellt.