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Glossar · K

Klarna

Schwedischer Payment-Anbieter mit starkem Fokus auf Buy-Now-Pay-Later, Rechnungskauf und Ratenzahlung. Im DACH-Raum sehr populär.

Definition

Klarna ist ein schwedisches Finanztechnologieunternehmen, das sich auf Zahlungsdienstleistungen spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet verschiedene Zahlungsmethoden an, darunter Rechnungskauf, Ratenzahlung und den sogenannten Buy-Now-Pay-Later-Service. Klarna ermöglicht es Kunden, Einkäufe zunächst zu tätigen und später zu bezahlen, was insbesondere im E-Commerce verbreitet ist.

Das Unternehmen wurde 2005 in Stockholm gegründet und hat sich seitdem zu einem der führenden Anbieter im Bereich der Zahlungsabwicklung entwickelt. Klarna agiert sowohl als Zahlungsdienstleister als auch als Kreditgeber, indem es das Risiko des Zahlungsausfalls übernimmt und Händlern somit eine sichere Zahlungsabwicklung garantiert.

Geschichte und Entwicklung

Klarna wurde 2005 von Sebastian Siemiatkowski, Niklas Adalberth und Victor Jacobsson gegründet. Das Ziel war es, den Online-Einkauf durch flexible Zahlungsmöglichkeiten zu erleichtern und das Vertrauen der Kunden zu erhöhen. Bereits 2010 expandierte Klarna in den deutschen Markt und konnte dort schnell an Popularität gewinnen.

Im Laufe der Jahre hat Klarna sein Produktportfolio erweitert und bietet heute neben klassischen Zahlungsoptionen auch Finanzierungsmodelle und eine App zur Verwaltung von Zahlungen an. Das Unternehmen hat mehrere Finanzierungsrunden durchlaufen und zählt zu den sogenannten „Unicorns“ im Fintech-Bereich, mit einer Bewertung von mehreren Milliarden US-Dollar.

Funktionsweise der Zahlungsdienste

Klarna ermöglicht Kunden, Einkäufe in Online-Shops auf Rechnung zu kaufen, wobei die Zahlung erst nach Erhalt der Ware erfolgt. Alternativ können Kunden die Zahlung in Raten aufteilen, was eine flexible Finanzierung darstellt. Bei der Buy-Now-Pay-Later-Option wird der Kaufbetrag zunächst von Klarna übernommen und später vom Kunden beglichen.

Für Händler bietet Klarna eine Integration in den Online-Shop an, die eine einfache Einbindung der verschiedenen Zahlungsmethoden ermöglicht. Dabei übernimmt Klarna das Ausfallrisiko und garantiert die Zahlung, unabhängig davon, ob der Kunde tatsächlich bezahlt. Dies reduziert den administrativen Aufwand für Händler und erhöht die Conversion-Rate im E-Commerce.

Einsatzgebiete und Marktposition

Klarna ist vor allem im E-Commerce-Bereich aktiv und wird von zahlreichen Online-Händlern in Europa, insbesondere im DACH-Raum, genutzt. Die Zahlungsdienste sind in vielen Branchen verbreitet, darunter Mode, Elektronik und Möbelhandel. Die Flexibilität der Zahlungsmethoden spricht vor allem jüngere Zielgruppen an.

Im DACH-Raum zählt Klarna zu den beliebtesten Zahlungsanbietern für Rechnungskauf und Ratenzahlung. Die Verbreitung der Dienste hat auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten, da Kunden durch die Zahlungsoptionen größere Anschaffungen tätigen können. Klarna arbeitet mit großen Handelsplattformen und Einzelhändlern zusammen, um die Reichweite seiner Dienste zu erhöhen.

Abgrenzung zu Wettbewerbern

Klarna konkurriert mit anderen Zahlungsdienstleistern wie PayPal, Afterpay und Affirm, die ebenfalls Buy-Now-Pay-Later-Modelle anbieten. Im Vergleich zu klassischen Zahlungsanbietern liegt der Fokus bei Klarna stärker auf flexiblen Finanzierungsoptionen und der Übernahme des Zahlungsausfallrisikos.

Während PayPal vor allem als Online-Zahlungsplattform fungiert, bietet Klarna zusätzlich Kreditfinanzierungen und eine App zur Zahlungsverwaltung an. Andere Wettbewerber wie Afterpay sind vor allem im US-amerikanischen Markt aktiv, während Klarna eine starke Präsenz in Europa besitzt. Die Unterschiede liegen auch in den angebotenen Produkten und der regionalen Verbreitung.