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Glossar · S

Shared Hosting

Ein Hosting-Modell, bei dem mehrere Webseiten sich einen Server und dessen Ressourcen teilen.

Definition

Shared Hosting bezeichnet ein Webhosting-Modell, bei dem mehrere Webseiten auf einem einzigen physischen Server betrieben werden. Die Nutzer teilen sich dabei die Server-Ressourcen wie Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher. Dieses Modell ermöglicht es, die Kosten für die Serverinfrastruktur auf mehrere Kunden zu verteilen.

Im Gegensatz zu dedizierten Servern oder Virtual Private Servern (VPS) haben die Nutzer beim Shared Hosting keinen exklusiven Zugriff auf die Hardware. Stattdessen werden die Ressourcen dynamisch unter den gehosteten Webseiten aufgeteilt, was zu einer kostengünstigen Lösung für kleinere und mittlere Webseitenbetreiber führt.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Shared Hosting reicht für eine kleine Firmenwebsite mit wenigen Besuchern oft aus und ist sehr günstig. Weil sich viele Kunden einen Server teilen, kann eine fremde Website mit hoher Last Ihre Seite mit ausbremsen, und Sie haben kaum Einfluss auf PHP-Version oder Servereinstellungen. Sobald ein Shop, eine Webanwendung oder Kundendaten dazukommen, lohnt sich der Vergleich mit einem eigenen virtuellen Server.

Hintergrund und Entwicklung

Shared Hosting entstand Mitte der 1990er Jahre mit dem Aufkommen des kommerziellen Internets und der steigenden Nachfrage nach Webpräsenz. Anbieter wie GoDaddy, HostGator oder Bluehost machten Shared Hosting später als günstige Einstiegslösung massentauglich. Die Technik basiert häufig auf Linux-Servern mit Apache-Webservern und MySQL-Datenbanken.

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Verwaltungs- und Automatisierungstools wie cPanel oder Plesk entwickelt, um die Bedienung von Shared Hosting zu vereinfachen. Diese Tools erlauben es Nutzern, Webseiten, E-Mail-Konten und Datenbanken ohne tiefergehende technische Kenntnisse zu verwalten.

Funktionsweise

Beim Shared Hosting werden die Webseiten in einem gemeinsamen Dateisystem des Servers abgelegt. Die Server-Software steuert den Zugriff und stellt sicher, dass Anfragen an die richtige Webseite weitergeleitet werden. Ressourcen wie CPU-Zeit und Arbeitsspeicher werden vom Betriebssystem und der Server-Software verwaltet und auf alle Nutzer verteilt.

Die Anbieter setzen oft Limits für einzelne Nutzer, um eine Überlastung des Servers zu verhindern. Diese Limits betreffen beispielsweise die maximale Anzahl an Prozessen, Speicherverbrauch oder Datenübertragungsvolumen. Bei Überschreitung der Grenzen kann es zu Leistungseinbußen oder temporären Sperrungen kommen.

Einsatzgebiete

Shared Hosting eignet sich vor allem für kleine bis mittelgroße Webseiten, Blogs, persönliche Projekte oder Start-ups mit begrenztem Budget. Es ist eine verbreitete Lösung für Nutzer, die keine speziellen Anforderungen an die Serverkonfiguration oder hohe Performance haben.

Auch für einfache Unternehmenswebseiten, Informationsportale oder Landingpages wird Shared Hosting häufig eingesetzt. Aufgrund der gemeinsamen Nutzung der Ressourcen ist das Modell weniger geeignet für Anwendungen mit hohem Traffic-Aufkommen oder speziellen Sicherheitsanforderungen.

Abgrenzung zu anderen Hosting-Modellen

Im Unterschied zu Shared Hosting bietet ein Virtual Private Server (VPS) eine virtuelle, isolierte Umgebung auf einem physischen Server, wodurch Nutzer mehr Kontrolle und garantierte Ressourcen erhalten. Dedizierte Server stellen dem Kunden einen kompletten physischen Server exklusiv zur Verfügung, was höhere Kosten und mehr administrativen Aufwand bedeutet.

Cloud-Hosting unterscheidet sich ebenfalls vom Shared Hosting, da es auf verteilten Ressourcen in einem Rechenzentrum basiert und eine flexible Skalierung ermöglicht. Shared Hosting ist somit die kostengünstigste, aber auch am wenigsten flexible Variante im Vergleich zu VPS, dedizierten Servern und Cloud-Lösungen.

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