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Glossar · B

Batch-Jobs

Aufgaben, die in Gruppen oder Stapeln verarbeitet werden, oft ohne Benutzerinteraktion.

Definition

Batch-Jobs sind computerbasierte Aufgaben, die in Gruppen oder Stapeln gesammelt und nacheinander ausgeführt werden. Diese Verarbeitung erfolgt meist ohne direkte Benutzerinteraktion und wird häufig automatisiert durchgeführt. Batch-Jobs dienen dazu, große Datenmengen oder wiederkehrende Aufgaben effizient zu bearbeiten.

Im Gegensatz zu interaktiven Prozessen, die eine unmittelbare Reaktion des Systems auf Benutzereingaben erfordern, laufen Batch-Jobs im Hintergrund ab. Sie werden oft zu festgelegten Zeiten gestartet oder durch bestimmte Ereignisse ausgelöst. Die Ergebnisse stehen nach Abschluss der Verarbeitung zur Verfügung.

Hintergrund und Geschichte

Der Begriff Batch-Job stammt aus der frühen Computertechnik, als Rechenaufträge in sogenannten Batches, also Stapeln, gesammelt wurden, um sie nacheinander auf Großrechnern abzuarbeiten. Diese Methode entstand in den 1950er Jahren, um die begrenzten Ressourcen der damaligen Hardware effizient zu nutzen.

Mit der Entwicklung moderner Betriebssysteme und Automatisierungstools wurde die Verarbeitung von Batch-Jobs weiter verfeinert. Heute kommen Batch-Jobs in vielfältigen IT-Umgebungen zum Einsatz, von Mainframes bis zu Cloud-Plattformen, und sind ein wesentlicher Bestandteil von IT- und Geschäftsprozessen.

Funktionsweise

Batch-Jobs bestehen aus einer Reihe von Befehlen oder Programmen, die sequenziell oder parallel ausgeführt werden können. Sie werden häufig durch Skripte oder spezielle Batch-Verarbeitungssysteme gesteuert. Die Steuerung umfasst Planung, Ausführung, Überwachung und Fehlerbehandlung.

Die Ausführung erfolgt oft zeitgesteuert, beispielsweise nachts oder zu Zeiten mit geringer Systemauslastung. Batch-Jobs können Eingabedaten aus Dateien, Datenbanken oder anderen Quellen verarbeiten und erzeugen Ausgabedateien, Berichte oder aktualisieren Datenbestände.

Einsatzgebiete

Batch-Jobs finden Anwendung in Bereichen mit hohem Datenvolumen oder regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben. Typische Beispiele sind die Verarbeitung von Finanztransaktionen, das Erstellen von Abrechnungen, Datenmigrationen und das Backup von Systemen.

Auch in der Datenanalyse und im Reporting werden Batch-Jobs eingesetzt, um große Datenmengen zu aggregieren und aufzubereiten. In der Softwareentwicklung dienen sie zur automatisierten Durchführung von Tests oder zur Bereitstellung von Updates.

Abgrenzung zu verwandten Konzepten

Batch-Jobs unterscheiden sich von Echtzeit- oder Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) dadurch, dass sie nicht unmittelbar auf Benutzeranfragen reagieren, sondern zeitversetzt und in größeren Einheiten arbeiten. OLTP-Systeme sind auf schnelle Reaktionszeiten und Interaktivität ausgelegt.

Im Vergleich zu Streaming-Verarbeitung, die kontinuierlich und in Echtzeit Daten verarbeitet, erfolgt die Batch-Verarbeitung in diskreten Schritten. Alternative Begriffe sind Stapelverarbeitung oder Batch-Processing, die synonym verwendet werden.