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Glossar · I

Integrität

Integrität bezieht sich auf die Gewährleistung, dass Daten während der Übertragung nicht verändert wurden.

Definition

Integrität bezeichnet in der Informationstechnologie die Eigenschaft von Daten, unverändert und vollständig zu bleiben. Dabei wird sichergestellt, dass Informationen während der Speicherung, Verarbeitung oder Übertragung nicht unbefugt verändert, gelöscht oder verfälscht werden. Integrität ist eine der grundlegenden Säulen der Informationssicherheit und bildet zusammen mit Vertraulichkeit und Verfügbarkeit das sogenannte CIA-Triad-Modell.

Im weiteren Sinne umfasst Integrität auch die Korrektheit und Konsistenz von Daten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Dies bedeutet, dass Daten nicht nur vor Manipulation geschützt werden, sondern auch inhaltlich korrekt und widerspruchsfrei bleiben müssen. Integrität kann sich auf einzelne Datenobjekte, Datenbanken oder ganze Informationssysteme beziehen.

Hintergrund und Bedeutung

Die Bedeutung der Integrität ist besonders hoch in sicherheitskritischen Bereichen wie dem Finanzwesen, der Medizin oder der öffentlichen Verwaltung. Fehlerhafte oder manipulierte Daten können dort gravierende Folgen haben, etwa falsche Diagnosen, fehlerhafte Buchungen oder rechtliche Probleme. Daher sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Integrität ein zentraler Bestandteil von IT-Sicherheitskonzepten.

Integrität wird häufig durch technische Mechanismen wie Prüfsummen, Hashfunktionen oder digitale Signaturen gewährleistet. Diese Verfahren ermöglichen es, Veränderungen an Daten zu erkennen, indem sie eine Art Fingerabdruck der ursprünglichen Information erzeugen. Bei einer Abweichung kann auf eine mögliche Manipulation oder Beschädigung geschlossen werden.

Methoden zur Sicherstellung der Integrität

Eine gängige Methode zur Integritätsprüfung sind kryptografische Hashfunktionen wie SHA-256. Sie erzeugen aus beliebigen Daten eine kurze, eindeutige Prüfsumme. Wird diese Prüfsumme vor und nach der Übertragung verglichen, kann festgestellt werden, ob die Daten verändert wurden. Hashfunktionen sind dabei so konstruiert, dass selbst kleine Änderungen an den Daten zu einem komplett anderen Hashwert führen.

Digitale Signaturen erweitern das Prinzip der Hashfunktion um eine Authentifizierungskomponente. Hierbei wird der Hashwert mit einem privaten Schlüssel verschlüsselt und kann mit dem zugehörigen öffentlichen Schlüssel überprüft werden. Dadurch wird nicht nur die Unveränderlichkeit der Daten bestätigt, sondern auch die Herkunft und Authentizität.

Einsatzgebiete

Integrität spielt eine zentrale Rolle in der Datenübertragung über Netzwerke, etwa beim Versand von E-Mails, bei Online-Banking oder bei der Softwareverteilung. Protokolle wie TLS (Transport Layer Security) integrieren Mechanismen zur Integritätsprüfung, um Manipulationen während der Übertragung zu verhindern.

Auch in Datenbanken und Dateisystemen wird Integrität durch Constraints, Transaktionen und Prüfmechanismen sichergestellt. Diese verhindern inkonsistente oder fehlerhafte Datenzustände, die durch Systemfehler oder Mehrbenutzerzugriffe entstehen können. In der Softwareentwicklung wird Integrität zudem durch Versionskontrollsysteme unterstützt.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Integrität wird oft mit Vertraulichkeit verwechselt, die den Schutz von Daten vor unbefugtem Zugriff beschreibt. Während Vertraulichkeit also den Zugang zu Informationen kontrolliert, stellt Integrität sicher, dass die Informationen korrekt und unverändert bleiben. Beide Konzepte sind unabhängig, aber ergänzen sich im Bereich der Informationssicherheit.

Ein weiterer verwandter Begriff ist die Authentizität, die bestätigt, dass Daten von einer bestimmten Quelle stammen. Authentizität und Integrität werden häufig zusammen betrachtet, insbesondere bei digitalen Signaturen. Im Gegensatz dazu bezieht sich Verfügbarkeit auf die Zugänglichkeit von Daten und Systemen, was ein drittes Sicherheitsziel darstellt.