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Glossar · I

Iteration

Eine Runde des Bauens, Lieferns und Lernens. Kurzer Zyklus, an dessen Ende ein nutzbares Inkrement steht, an dem man Feedback einholen kann.

Definition

Iteration bezeichnet einen wiederholten Prozess, bei dem ein bestimmtes Ziel schrittweise erreicht wird. In der Softwareentwicklung und im Projektmanagement beschreibt der Begriff eine Runde des Bauens, Lieferns und Lernens. Am Ende jeder Iteration steht ein nutzbares Inkrement, das als Grundlage für Feedback und weitere Anpassungen dient.

Der iterative Ansatz ermöglicht es Teams, kontinuierlich an einem Produkt oder Projekt zu arbeiten, indem sie regelmäßig Verbesserungen und Anpassungen vornehmen. Dies steht im Gegensatz zu traditionellen Wasserfallmodellen, bei denen die Phasen linear und sequentiell durchlaufen werden.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Iteratives Arbeiten bedeutet für Auftraggeber, dass Sie früh und regelmäßig funktionierende Zwischenstände sehen und Rückmeldung geben können, statt erst nach Monaten ein fertiges Ergebnis zu bekommen. Das senkt das Risiko, dass am Ende etwas gebaut wurde, das im Alltag nicht passt. Voraussetzung ist, dass jemand auf Ihrer Seite Zeit für die Abnahme der Zwischenstände einplant und Entscheidungen treffen darf.

Hintergrund

Der Begriff der Iteration hat seine Wurzeln in der Mathematik und Informatik, wo er häufig verwendet wird, um wiederholte Berechnungen oder Prozesse zu beschreiben. In der Softwareentwicklung wurde das iterative Vorgehen populär, insbesondere mit der Einführung agiler Methoden in den 1990er Jahren. Agile Frameworks wie Scrum und Kanban setzen stark auf iterative Prozesse, um Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten.

Die Idee hinter Iteration ist, dass durch wiederholtes Testen und Anpassen eines Produkts oder einer Dienstleistung die Qualität und Benutzerfreundlichkeit verbessert werden können. Dies fördert nicht nur die Kreativität, sondern ermöglicht auch eine schnellere Reaktion auf sich ändernde Anforderungen oder Marktbedingungen.

Funktionsweise

In einem typischen iterativen Prozess wird ein Produkt in kleinen, überschaubaren Inkrementen entwickelt. Jede Iteration umfasst die Phasen Planung, Entwicklung, Test und Überprüfung. Nach Abschluss einer Iteration wird das Ergebnis präsentiert, um Feedback von Stakeholdern oder Nutzern zu erhalten. Dieses Feedback fließt in die Planung der nächsten Iteration ein und hilft, das Produkt weiter zu optimieren.

Die Länge einer Iteration kann variieren, je nach Methodik und Projektanforderungen. In Scrum beispielsweise beträgt eine Iteration, auch Sprint genannt, in der Regel zwei bis vier Wochen. Während dieser Zeit konzentriert sich das Team auf die Umsetzung spezifischer Aufgaben, die im Vorfeld festgelegt wurden.

Einsatzgebiete

Iterative Prozesse finden in vielen Bereichen Anwendung, insbesondere in der Softwareentwicklung, im Produktdesign und im Projektmanagement. In der Softwareentwicklung wird Iteration häufig eingesetzt, um schnell auf Nutzerfeedback zu reagieren und Produkte kontinuierlich zu verbessern. Auch in der Produktentwicklung wird dieser Ansatz verwendet, um Prototypen zu erstellen und diese schrittweise zu verfeinern.

Darüber hinaus wird Iteration auch in anderen Disziplinen wie der Forschung, im Marketing und in der Bildung angewendet. In der Forschung können iterativen Ansätze helfen, Hypothesen zu testen und Ergebnisse zu verfeinern. Im Marketing können Kampagnen iterativ angepasst werden, um die Effektivität zu steigern.

Abgrenzung

Im Vergleich zu linearen Modellen, wie dem Wasserfallmodell, zeichnet sich der iterative Ansatz durch seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit aus. Während beim Wasserfallmodell jede Phase abgeschlossen sein muss, bevor die nächste beginnt, ermöglicht die Iteration eine gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Phasen und eine schnellere Reaktion auf Veränderungen.

Ein verwandtes Konzept ist das der Inkrementalität, bei dem Produkte schrittweise in kleinen, funktionalen Teilen entwickelt werden. Während Iteration den Fokus auf den wiederholten Prozess legt, betont Inkrementalität die schrittweise Erweiterung eines Produkts. Beide Ansätze können jedoch in Kombination verwendet werden, um die Entwicklungseffizienz zu steigern.

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