Definition
Links zu externen Webseiten sind Hyperlinks, die von einer Webseite auf eine andere Webseite verweisen, die nicht zur gleichen Domain oder zum gleichen Betreiber gehört. Sie führen Nutzer zu Inhalten, die von Dritten bereitgestellt werden und außerhalb des Einflussbereichs der ursprünglichen Webseite liegen. Solche Links können auf Informationsseiten, Online-Shops, soziale Netzwerke oder andere Internetangebote zeigen.
Diese Art von Links dient dazu, zusätzliche Informationen, Quellen oder weiterführende Inhalte bereitzustellen, ohne dass der Betreiber der verlinkenden Webseite diese selbst hosten oder kontrollieren muss. Dabei übernimmt der Betreiber der ursprünglichen Webseite keine Verantwortung für die Inhalte oder die Verfügbarkeit der externen Seiten.
Hintergrund und Nutzung
Externe Links sind ein grundlegendes Element des World Wide Web und ermöglichen die Vernetzung von Informationen über verschiedene Webseiten hinweg. Sie tragen zur Benutzerfreundlichkeit bei, indem sie den Zugriff auf relevante Inhalte erleichtern, die nicht auf der eigenen Webseite vorhanden sind. Die Verwendung externer Links ist in vielen Kontexten üblich, etwa in journalistischen Beiträgen, wissenschaftlichen Arbeiten oder in der Suchmaschinenoptimierung.
In der Praxis können externe Links sowohl manuell von Redakteuren gesetzt werden als auch automatisch durch Content-Management-Systeme oder Plugins generiert werden. Betreiber sollten jedoch die Qualität und Vertrauenswürdigkeit der verlinkten Seiten prüfen, um negative Auswirkungen auf die eigene Webseite, etwa durch Verlinkung zu unseriösen Inhalten, zu vermeiden.
Funktionsweise und technische Aspekte
Technisch werden externe Links in HTML durch das <a>-Element mit einem href-Attribut realisiert, das auf eine URL verweist, die nicht zur eigenen Domain gehört. Zusätzlich können Attribute wie rel="nofollow" oder rel="noopener" verwendet werden, um Suchmaschinen und Browser-Verhalten zu steuern und Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Die Verwendung von Attributen wie rel="nofollow" signalisiert Suchmaschinen, dass der Link nicht als Empfehlung gewertet werden soll, was insbesondere im SEO-Kontext relevant ist. Das Attribut rel="noopener" verhindert, dass die verlinkte Seite Zugriff auf das Fenster der ursprünglichen Seite erhält, was Sicherheitslücken vorbeugt.
Rechtliche Aspekte
Das Setzen von Links zu externen Webseiten ist grundsätzlich erlaubt, unterliegt jedoch bestimmten rechtlichen Rahmenbedingungen. Betreiber müssen sicherstellen, dass durch die Verlinkung keine Urheberrechte verletzt werden und keine strafbaren Inhalte unterstützt werden. In Deutschland wurde dies im Urteil des Bundesgerichtshofs von 2006 (Az. I ZR 259/00) näher definiert.
Darüber hinaus ist der Betreiber nicht automatisch für die Inhalte der verlinkten Seiten verantwortlich, solange er keine Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten hat und diese nicht aktiv unterstützt. Dennoch ist eine regelmäßige Kontrolle der externen Links ratsam, um Haftungsrisiken zu minimieren.
Abgrenzung zu internen Links und Werbung
Externe Links unterscheiden sich von internen Links dadurch, dass sie auf andere Domains als die eigene verweisen. Interne Links verbinden verschiedene Seiten innerhalb derselben Webseite und dienen der Navigation und Strukturierung der eigenen Inhalte.
Im Gegensatz zu bezahlter Werbung oder Affiliate-Links, die ebenfalls externe Seiten ansteuern können, sind externe Links nicht zwangsläufig kommerziell motiviert. Werbung ist meist klar als solche gekennzeichnet und unterliegt zusätzlichen rechtlichen Anforderungen.