Definition
Push-Benachrichtigungen sind kurze Nachrichten, die von einer Anwendung oder einem Dienst an ein mobiles Gerät oder einen Desktop-Computer gesendet werden. Sie erscheinen unabhängig davon, ob die entsprechende App aktiv genutzt wird, und informieren den Nutzer über Neuigkeiten, Updates oder andere relevante Ereignisse. Diese Nachrichten können Text, Bilder oder interaktive Elemente enthalten und dienen der direkten Kommunikation zwischen Anbieter und Nutzer.
Die Zustellung von Push-Benachrichtigungen erfolgt über spezielle Server, die mit den Betriebssystemen der Endgeräte kommunizieren. Im Gegensatz zu Pull-Nachrichten, bei denen der Nutzer aktiv Informationen abruft, werden Push-Benachrichtigungen automatisch ausgeliefert, sobald sie vom Sender bereitgestellt werden. Dies ermöglicht eine zeitnahe und zielgerichtete Informationsübermittlung.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Push-Benachrichtigungen erreichen Kunden direkt auf dem Sperrbildschirm und eignen sich für zeitkritische Hinweise wie Terminerinnerungen, Lieferstatus oder Freigaben. Werden sie für Werbung zu häufig genutzt, schalten Nutzer sie ab oder löschen die App, und die Erlaubnis lässt sich selten zurückgewinnen. Ein guter Zeitpunkt für die Anfrage um Erlaubnis ist der Moment, in dem der Nutzen klar ist, etwa direkt nach einer Buchung.
Geschichte und Entwicklung
Die ersten Push-Benachrichtigungen wurden Anfang der 2000er Jahre mit der Verbreitung von Smartphones populär. Apple führte 2009 mit iOS 3.0 das Apple Push Notification Service (APNS) ein, das als einer der ersten großflächig genutzten Push-Dienste gilt. Kurz darauf folgten Google mit dem Firebase Cloud Messaging (ursprünglich Google Cloud Messaging) und andere Anbieter mit eigenen Lösungen.
Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Geräten und Apps stieg auch die Bedeutung von Push-Benachrichtigungen als Kommunikationskanal. Sie wurden zu einem wichtigen Instrument im Marketing, Kundenservice und bei der Nutzerbindung. Gleichzeitig entwickelten sich Standards und Best Practices, um die Nutzererfahrung zu verbessern und eine Überflutung mit Nachrichten zu vermeiden.
Funktionsweise
Push-Benachrichtigungen werden über einen Server des App-Anbieters an einen Push-Dienst des Betriebssystems gesendet. Dieser Dienst leitet die Nachricht an das Zielgerät weiter, wo das Betriebssystem die Benachrichtigung anzeigt. Die Kommunikation erfolgt dabei meist über persistente Verbindungen, die eine schnelle Zustellung ermöglichen.
Auf der Nutzerseite können Einstellungen festlegen, ob und wie Push-Benachrichtigungen empfangen werden. Dies umfasst Optionen zur Aktivierung, Ton- und Vibrationssteuerung sowie die Anzeige auf dem Sperrbildschirm. Entwickler können zudem verschiedene Typen von Benachrichtigungen definieren, etwa stille Updates oder interaktive Nachrichten mit Aktionen.
Einsatzgebiete
Push-Benachrichtigungen finden in vielen Bereichen Anwendung, darunter im E-Commerce, bei sozialen Netzwerken, Nachrichtenportalen und in der Unterhaltungselektronik. Sie informieren Nutzer über neue Angebote, Nachrichten, Systemupdates oder Erinnerungen. Dadurch unterstützen sie die Nutzerbindung und erhöhen die Interaktionsrate mit der App.
Darüber hinaus werden Push-Benachrichtigungen auch in der Unternehmenskommunikation und im Kundenservice eingesetzt. Beispielsweise können sie Statusänderungen bei Bestellungen, Warnungen oder Sicherheitsmeldungen übermitteln. In der IoT-Technologie dienen sie zur Benachrichtigung über Gerätezustände oder Ereignisse.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Push-Benachrichtigungen unterscheiden sich von E-Mails oder SMS dadurch, dass sie direkt auf dem Gerät angezeigt werden, ohne dass der Nutzer eine Anwendung öffnen muss. Im Gegensatz zu klassischen Nachrichten sind sie meist kurz und auf eine schnelle Informationsvermittlung ausgelegt.
Im Vergleich zu In-App-Benachrichtigungen, die nur innerhalb einer geöffneten Anwendung sichtbar sind, erscheinen Push-Benachrichtigungen auch außerhalb der App, etwa auf dem Sperrbildschirm oder in der Statusleiste. Alternative Technologien zur Nutzerkommunikation sind beispielsweise E-Mail-Newsletter oder Messenger-Dienste, die jedoch nicht dieselbe unmittelbare Aufmerksamkeit erzeugen.