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Glossar · V

Virtualisierung

Technologie zur Schaffung virtueller Versionen von physischen IT-Ressourcen, um deren Nutzung zu optimieren.

Definition

Virtualisierung bezeichnet eine Technologie, mit der virtuelle Versionen von physischen IT-Ressourcen erstellt werden. Dazu zählen beispielsweise Server, Speicher, Netzwerke oder Betriebssysteme. Ziel ist es, die Nutzung dieser Ressourcen effizienter und flexibler zu gestalten, indem sie abstrahiert und von der zugrunde liegenden Hardware entkoppelt werden.

Durch Virtualisierung können mehrere virtuelle Umgebungen auf einem einzigen physischen System betrieben werden. Diese virtuellen Instanzen verhalten sich dabei wie eigenständige Systeme, obwohl sie sich die physische Hardware teilen. Dies ermöglicht eine bessere Auslastung der vorhandenen Infrastruktur und erleichtert die Verwaltung von IT-Ressourcen.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Virtualisierung ist der Grund, warum Sie heute einen Server stunden- oder monatsweise mieten können, statt eigene Hardware zu kaufen. Mehrere virtuelle Server auf einer Maschine senken Kosten, teilen sich aber die Hardware, was bei sehr leistungshungrigen Anwendungen spürbar sein kann. Für Datenschutz und Ausfallsicherheit zählt deshalb, wo die physischen Rechner stehen und wie der Anbieter Ausfälle einzelner Maschinen abfängt.

Geschichte und Entwicklung

Die Ursprünge der Virtualisierung gehen zurück auf die 1960er Jahre, als IBM mit der Entwicklung von Virtualisierungstechniken für Großrechner begann. Diese frühen Ansätze dienten vor allem dazu, die teure Hardware effizienter zu nutzen und mehrere Nutzer gleichzeitig zu bedienen.

In den 1990er Jahren gewann die Virtualisierung durch die Verbreitung von x86-Architekturen und die Entwicklung von Hypervisoren wie VMware an Bedeutung. Seitdem hat sich die Technologie weiterentwickelt und ist heute ein zentraler Bestandteil moderner Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen.

Funktionsweise

Virtualisierung basiert auf einer Zwischenschicht, dem sogenannten Hypervisor, der zwischen der physischen Hardware und den virtuellen Maschinen vermittelt. Der Hypervisor verwaltet die Ressourcen und sorgt dafür, dass die virtuellen Maschinen isoliert voneinander laufen können.

Es gibt verschiedene Arten von Virtualisierung, darunter die vollständige Virtualisierung, bei der das Gastsystem von der Hardware abstrahiert wird, und die paravirtualisierung, bei der das Gastsystem mit dem Hypervisor zusammenarbeitet. Beide Methoden ermöglichen es, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem physischen Rechner auszuführen.

Einsatzgebiete

Virtualisierung wird in vielen Bereichen der IT eingesetzt, insbesondere in Rechenzentren, bei Cloud-Diensten und in der Softwareentwicklung. Sie ermöglicht die Konsolidierung von Servern, wodurch der Platzbedarf und der Energieverbrauch reduziert werden können.

Darüber hinaus erleichtert Virtualisierung das Testen und Entwickeln von Software, da verschiedene Betriebssysteme und Konfigurationen parallel betrieben werden können. Auch im Bereich der Sicherheit wird Virtualisierung genutzt, um isolierte Umgebungen für sensible Anwendungen bereitzustellen.

Abgrenzung zu verwandten Konzepten

Virtualisierung wird oft mit Containerisierung verwechselt, die ebenfalls eine Form der Ressourcenteilung darstellt. Während Virtualisierung komplette virtuelle Maschinen mit eigenem Betriebssystem bereitstellt, teilen sich Container den Kernel des Host-Betriebssystems und sind dadurch leichter und schneller.

Ein weiterer verwandter Begriff ist die Emulation, bei der eine Hardware- oder Softwareumgebung vollständig nachgebildet wird, um Programme auszuführen, die für eine andere Plattform entwickelt wurden. Im Gegensatz dazu abstrahiert Virtualisierung die vorhandene Hardware, ohne sie zu emulieren.

Verwandte Begriffe

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