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Abstraktes Relief aus dunklem Papier: ein großes Papierdach über vielen kleinen Blöcken und daneben ein einzelner Block mit eigenem kleinem Dach in Orange

Webhosting-Paket oder Cloud-Server: Was braucht Ihre Website?

Ein Webhosting-Paket reicht für Websites mit CMS, Formular und üblichem Besucheraufkommen; einen Cloud-Server braucht, wer dauerhaft laufende Prozesse oder eigene Serversoftware benötigt. Bei Webhosting oder Cloud-Server entscheidet außerdem, wer Betriebssystem und PHP aktuell hält.

7 min Lesezeit Performance & DevOps

1,90 Euro im Monat inklusive Umsatzsteuer kostete das kleinste Webhosting-Paket von Hetzner am 21.10.2026. Der kleinste Cloud-Server desselben Anbieters stand in der Preisliste vom 15.06.2026 mit 5,49 Euro netto. Der Preisunterschied ist klein. Der Unterschied in der Arbeit, die nach der Bestellung anfällt, ist es nicht: Beim Paket pflegt der Hoster den Server, beim Cloud-Server tun Sie es selbst oder ein Dienstleister für Sie.

Ob Sie einen Server selbst verwalten oder betreuen lassen, behandelt Managed Server oder eigener Server?. Wie Sie die Kosten zweier Cloud-Anbieter Posten für Posten vergleichen, steht unter Cloud-Kosten vergleichen. Eine Stufe davor steht die Frage, ob Ihre Website überhaupt einen eigenen Server braucht.

Paket

Was ein Webhosting-Paket ist

Bei einem Webhosting-Paket teilen sich viele Kunden einen Server, den der Hoster betreibt. Er aktualisiert Betriebssystem und Webserver, stellt PHP in mehreren Versionen bereit, richtet Datenbanken und Postfächer ein und sichert die Daten. Sie laden Ihre Website hoch, wählen die PHP-Version und kümmern sich um das, was darauf läuft: CMS, Erweiterungen, Inhalte.

Bei Hetzner umfassen die Pakete laut Produktseite tägliche Backups, Virenscans, SSL-Verschlüsselung, Cronjobs, PHP 5, 7 und 8, MariaDB und PostgreSQL. Die Domain ist nicht enthalten und kostet ab 5,83 Euro im Jahr inklusive Umsatzsteuer.

Ein Ladegerät mit nur zwei Schächten: beide sind belegt, die übrigen Akkus warten, der orange als nächster, so wie jeder weitere Seitenaufruf auf einen der zwei PHP-Prozesse warten muss.

Grenzen

Grenzen geteilter Server

Der Preis eines Pakets ergibt sich aus festen Grenzen, die dafür sorgen, dass ein Kunde die anderen nicht ausbremst. Hetzner nennt sie offen. Das Paket S für 1,90 Euro hat 10 GB Speicherplatz, eine Datenbank, einen Cronjob, zwei PHP-Prozesse und ein Speicherlimit von 192 MB je PHP-Skript. Im Paket L für 9,90 Euro sind es 100 GB, 20 Datenbanken, 10 Cronjobs, 10 PHP-Prozesse und 384 MB; dazu kommen dort SSH-Zugang, Redis und Node.js. Alle Preise verstehen sich im Monat inklusive Umsatzsteuer. Dazu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr, regulär 9,90 Euro beim Paket S und 4,90 Euro bei den Paketen M bis XL; am 21.10.2026 hat Hetzner sie durchgestrichen und mit 0,00 Euro beworben.

Die Zahl der PHP-Prozesse ist die Grenze, die Besucher zuerst spüren. Jeder Seitenaufruf, den PHP berechnet, belegt für die Dauer der Berechnung einen Prozess. Bei zwei Prozessen und einer Seite, die 400 Millisekunden rechnet, schafft das Paket rechnerisch fünf solcher Aufrufe pro Sekunde; der sechste wartet. Hetzner schreibt selbst, dass zwei Prozesse für kleine Websites mit wenig Besuchern oft reichen. Ein Cache vor PHP, bei Hetzner Varnish ab Paket S, entlastet die Prozesse, weil zwischengespeicherte Seiten ohne PHP ausgeliefert werden.

Die zweite Grenze ist die Art der Software. Die Paketbeschreibung nennt Cronjobs, PHP-Prozesse und ab Paket L SSH und Node.js, aber keine Möglichkeit, eigene Dienste dauerhaft laufen zu lassen. Ein Worker, der rund um die Uhr eine Warteschlange abarbeitet, oder ein selbst gewähltes Programm für Bildbearbeitung braucht einen eigenen Server.

Gegenüberstellung

Webhosting-Paket und Cloud-Server im Vergleich

Die Preise sind Beispiele von Hetzner mit Stand vom 21.10.2026 für die Pakete und der Preisliste vom 15.06.2026 für Cloud-Server, die am 22.10.2026 galt. Hetzner nennt Paketpreise inklusive, Cloud-Preise ohne Umsatzsteuer.

Webhosting-Paket Cloud-Server
Wer Betriebssystem, Webserver und PHP aktualisiert Hoster Sie oder Ihr Dienstleister
Zugang Dateien, Datenbank, Konfiguration im Kundenmenü; SSH je nach Paket Voller Root-Zugang
Grenzen Feste Zahl an PHP-Prozessen, Cronjobs und Datenbanken, Speicherlimit je Skript Feste Zahl an vCPU und RAM je Servertyp, Software frei wählbar
Dauerhaft laufende Prozesse In der Paketbeschreibung nicht vorgesehen Möglich, etwa Queue-Worker, Redis, eigene Dienste
Backups Täglich, vom Hoster Server-Backups gegen Aufpreis von 20 Prozent des Serverpreises, Datenbank-Dumps richten Sie selbst ein
Monatspreis Beispiel 1,90 bis 19,90 Euro inklusive Umsatzsteuer (Pakete S bis XL) ab 5,49 Euro netto (CX23) plus 0,50 Euro netto für die IPv4-Adresse
Laufender Aufwand CMS und Erweiterungen aktualisieren Zusätzlich Sicherheitsupdates des Systems, Überwachung, Restore-Tests
Typische Website Unternehmensseite, Blog, WordPress, kleiner Shop Laravel-Anwendung, Portal, Shop mit Schnittstellen, mehrere Anwendungen

Server

Was ein eigener Cloud-Server zusätzlich verlangt

Ein Cloud-Server ist ein leerer Rechner mit Betriebssystem. Alles darüber richten Sie ein: Webserver, PHP, Datenbank, Zertifikate, Firewall, Mailversand. Danach beginnt der Betrieb, und der kostet Zeit: Sicherheitsupdates einspielen, PHP-Versionen vor ihrem Supportende wechseln, Datenbank-Dumps außerhalb des Servers ablegen, ein Uptime-Monitoring betreiben und die Sicherung mit einem Restore-Test prüfen. Hetzner trennt das ausdrücklich: Bei den eigenen Managed Servern installiert Hetzner System und Software und kümmert sich um Sicherheitsupdates und Backups, bei Dedicated Servern aus der Robot-Verwaltung liegt die gesamte Administration beim Kunden.

Die reinen Serverkosten bleiben bei einer kleinen Website niedrig. Ein CX23 kostet 5,49 Euro netto, die IPv4-Adresse 0,50 Euro und die Server-Backups 20 Prozent des Serverpreises, also 5,49 mal 0,2 gleich 1,098 Euro. Zusammen sind das rund 7,09 Euro netto oder rund 8,43 Euro inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer im Monat. Die günstigen Cost-Optimized-Server wie der CX23 waren auf der Produktseite am 19.10.2026 allerdings als nicht verfügbar markiert, und Hetzner weist dort darauf hin, dass ihre Zahl begrenzt ist. Der nächste Typ mit zwei vCPU, der CPX22, steht in derselben Preisliste mit 19,49 Euro netto. Zum 15.06.2026 hatte Hetzner die Preise für Neubestellungen angehoben, beim CX23 von 3,99 auf 5,49 Euro und beim CPX22 von 7,99 auf 19,49 Euro netto.

Zuordnung

Typische Websites und passende Hosting-Art

Bei Unternehmensseiten zählt für die Wahl die Technik dahinter mehr als die Besucherzahl. Eine Orientierung:

  • Statische Seite oder Visitenkarte: Ein Paket reicht, auch das kleinste.

  • WordPress oder ein anderes CMS mit Blog und Kontaktformular: Ein Paket mit genug PHP-Prozessen und Cache. Wer viele Erweiterungen nutzt, achtet auf das Speicherlimit je Skript.

  • Kleiner Onlineshop: Ein größeres Paket kann reichen. Hängen Warenwirtschaft, Zahlungsanbieter und Versand über Schnittstellen daran, laufen solche Abgleiche besser auf einem eigenen Server.

  • Eigene Anwendung mit Anmeldung, Warteschlange und geplanten Aufgaben: Cloud-Server, selbst betrieben oder betreut.

Wie wenig eine kleine Website braucht, zeigt die Website von Blue Performance: Dort haben wir bewusst auf Datenbank, Backend und Laufzeitumgebung verzichtet. Die mehrsprachige Seite ist generiertes HTML auf einem klassischen Apache-Server, mit .htaccess-Regeln für saubere URLs, Caching-Header und Weiterleitungen. Eine solche Seite stellt an den Server kaum Anforderungen, die über ein Webhosting-Paket hinausgehen.

Wechsel

Den Zeitpunkt für den Wechsel erkennen

Der Wechsel auf einen eigenen Server steht an, wenn eine Grenze des Pakets regelmäßig erreicht wird oder eine Funktion fehlt. Typische Anzeichen sind Fehlermeldungen wie „Allowed memory size exhausted“, die laut Hetzner bei überschrittenem Speicherlimit erscheinen, langsame Seiten zu Zeiten mit vielen Besuchern trotz Cache und Anforderungen, die das Paket nicht erfüllt: ein Worker für Warteschlangen, ein eigener Dienst, eine bestimmte Programmversion. Wie Sie bei einer gewachsenen Anwendung den Engpass eingrenzen, steht unter Woran Sie merken, dass Ihre Webanwendung an Grenzen stößt.

Bevor Sie wechseln, prüfen Sie das nächstgrößere Paket. Es kostet weniger Arbeit als ein eigener Server und behebt Engpässe bei PHP-Prozessen und Speicher. Für den Umzug selbst planen Sie Domain, Postfächer und Daten in einer festen Reihenfolge, damit keine Mail verloren geht. Welche Unterschiede es bei deutschen Anbietern gibt, fasst unser Vergleich Hetzner oder Strato zusammen.

Paket, Cloud-Server oder betreuter Server?

Schildern Sie uns, was auf Ihrer Website läuft und was dazukommen soll. Wir hosten auf Hetzner in deutschen Rechenzentren und übernehmen Patches, Upgrades und Backups aus einer Hand, wenn ein eigener Server nötig ist.

Hosting bei MARCODES

Vor der Bestellung gefragt

Häufige Fragen

  • Für eine Unternehmensseite oder einen Blog reicht ein Paket, wenn es die Anforderungen von WordPress erfüllt. WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer, MariaDB 10.11 oder MySQL 8.0 und HTTPS; prüfen Sie diese Versionen im Paket, bevor Sie bestellen. Bei vielen Erweiterungen, einem Shop oder vielen gleichzeitigen Besuchern zählen Speicherlimit je Skript und die Zahl der PHP-Prozesse.

  • Sie selbst oder ein Dienstleister, den Sie damit beauftragen. Der Anbieter stellt den virtuellen Rechner und das Betriebssystem-Abbild bereit; Sicherheitsupdates, PHP-Versionen und Webserver liegen beim Kunden, solange er keinen betreuten Tarif oder Dienstleister dafür hat. Legen Sie vor der Bestellung fest, wer das übernimmt und wie oft.

  • Das geht: Dateien und Datenbank lassen sich exportieren und auf dem neuen Server einspielen. Aufwendiger sind Postfächer und Domain, wenn beides beim alten Hoster liegt. Planen Sie dafür einen eigenen Ablauf mit Testlauf vor der Umstellung.