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Abstrakte Formen aus Mattglas: ein gläsernes Rohrsystem teilt sich in drei Kanäle und führt sie wieder zusammen, in einem wandert ein oranges Licht

Case Studies Versicherungswesen, regulierter Finanz-Sektor

IT-Beratung und Prozess-Architektur für einen großen deutschen Versicherer

IT-Beratung, Konzeption und Prozess-Architektur für einen großen deutschen Versicherer. BPMN-Zeichnungen mit zugehörigen Steckbrief-Dokumenten, Arbeitsanweisungen, Workflows von Antragserfassung bis Erstattungsprozesse. Eine intensive Beratungs-Zusammenarbeit über rund zehn Monate, abgeschlossen.

Kunde

Großer deutscher Versicherer (anonymisiert)

Branche

Versicherungswesen, regulierter Finanz-Sektor

Zeitraum

2026

Kennzahlen

Was am Ende gezählt hat

  • ~10 Monate

    abgeschlossene Beratung

  • 235h

    im stärksten Quartal

  • BPMN

    Prozess-Dokumentation als Liefer-Ergebnis

Wie das Projekt gelaufen ist

Ein großer deutscher Versicherer brauchte über knapp ein Jahr eine intensive Beratungs-Begleitung für die Prozess-Architektur in mehreren regulierten Geschäftsfeldern. Im Zentrum standen BPMN-Modellierungen mit zugehörigen Steckbrief-Dokumenten und Arbeitsanweisungen, die später als Grundlage für IT-Implementierung und Schulung dienen sollten. Der Auftrag lief mit hohem Stunden-Volumen pro Quartal, sauber abgeschlossen.

Beratung mit Liefer-Ergebnissen, nicht mit Sprechblasen

Was den Auftrag von typischer Strategie-Beratung getrennt hat: Am Ende jedes Beratungs-Blocks lag etwas Konkretes auf dem Tisch. Ein BPMN-Diagramm, das im Tool nachvollziehbar war. Ein Steckbrief, der die Verantwortlichkeiten, Eingaben und Ausgaben pro Prozess-Schritt klar benannte. Eine Arbeitsanweisung, die ein neuer Mitarbeiter ohne Vorwissen lesen konnte. Beratungs-Stunden, die in Dokumenten landen, sind später überprüfbar - das fiel in diesem regulierten Umfeld erheblich ins Gewicht.

Diese drei Artefakte sind kein Nice-to-have, sondern eine bewusst gewählte Methodik. Das BPMN-Diagramm bildet den Prozess-Fluss ab. Der Steckbrief erklärt, was an jedem Knoten passiert, wer verantwortlich ist und welche Daten ein- und ausgehen. Die Arbeitsanweisung übersetzt das in operative Handlungs-Schritte. Wer eines der drei Artefakte weglässt, hinterlässt eine Dokumentations-Lücke, die im Echt-Betrieb wieder durch mündliche Tribal-Knowledge gefüllt wird.

Von Antragserfassung bis Erstattungsprozesse

Wir haben Workflows entlang der gesamten Kunden-Lebensphase modelliert: Antragserfassung, Bonitäts- und Risikoprüfung, Vertragsabschluss und -wechsel, Schadens- bzw. Leistungs-Anmeldung, Erstattungs-Workflows mit ihren regulatorischen Fallunterscheidungen. Jede dieser Prozess-Ketten hat Eigenheiten, die nur entstehen, wenn man sich tief einarbeitet. Genau das war der Wert der intensiven Begleitung über mehrere Monate.

Regulierte Finanz-Prozesse haben eine Besonderheit, die in anderen Branchen selten so klar zutage tritt: Fast jeder Knoten im BPMN trägt Fallunterscheidungen, die aus einer Vorgabe kommen - aus einem Gesetz, einer Aufsichtsregel oder einer internen Konzern-Richtlinie. Diese Verweis-Ketten sauber zu hinterlegen, ist kein Beiwerk, sondern Liefer-Bestandteil. Ohne sie verlieren die Modelle in der ersten Audit-Runde ihre Verbindlichkeit.

Hybrid-Rolle: Beratung, Konzeption, Steuerung

Die Aufgabe war kein reines Berater-Mandat und kein reines Konzeptions-Mandat. Marco hat im operativen Team mitgearbeitet, war in die regelmäßigen Standups eingebunden und hat Teil-Verantwortung für Prozess-Blöcke übernommen, von der Ideenphase bis zur fertigen Dokumentation. Diese Hybrid-Rolle macht Beratung greifbar, weil der Berater die Konsequenzen seiner Vorschläge mitträgt, nicht nur ihre Empfehlung.

In klassischen Beratungs-Setups bleibt die Verantwortung beim internen Team, sobald der Berater das Haus verlässt. In dieser Konstellation lag die Verantwortung für die jeweiligen Prozess-Blöcke direkt bei Marco, gemeinsam mit den internen Pendants. Das beschleunigt Entscheidungen und reduziert Doppel-Schleifen, weil keiner darauf warten muss, bis der externe Berater die nächste Iteration freigibt.

BPMN-Dokumentation als Übergabe-Paket

Am Ende standen vollständige BPMN-Modelle in der hauseigenen Tooling-Umgebung des Versicherers, ergänzt durch eine Steckbrief-Bibliothek und Arbeitsanweisungen, die in Schulungen unmittelbar einsetzbar waren. Das interne IT-Team konnte die Modelle als Basis für Implementierungs-Tickets verwenden, ohne den Prozess erneut zu rekonstruieren. Eine spätere Wiederaufnahme der Beratung für weitere Geschäftsfelder ist möglich, ist aber kein Liefer-Bestandteil mehr gewesen.

Was die Dokumentation langfristig trägt: Sie ist im hauseigenen Tool des Versicherers gelagert, nicht in einem externen System. Versionen, Kommentare, Verweise auf interne Vorgaben - alles bleibt im gewohnten Workflow der internen Teams. So überlebt die Dokumentation den externen Lieferanten und bleibt als Wissens-Inventar der Organisation erhalten.

Warum diese Art Beratung am Ende trägt

Strategie-Beratung, die nur Folien hinterlässt, hat in regulierten Branchen eine kurze Halbwertszeit. Sobald sich Vorgaben oder Aufsichts-Regeln verschieben, sind die Folien überholt - die Beratungs-Logik dahinter aber meist nicht. Eine BPMN-basierte Prozess-Architektur ist anpassbar, ohne dass das Modell neu gedacht werden muss. Die Beratungs-Arbeit lebt in den Artefakten weiter.

Genau dieser Typ Mandat ist für MARCODES ein zentrales Profil-Element: Prozess-Architektur und IT-Beratung im regulierten Umfeld, gekoppelt mit BPMN-Dokumentation und Steckbrief-Methodik. Wir liefern Beratungs-Ergebnisse, die das interne IT-Team später als Implementierungs-Vorlage nutzt - und nicht als Backlog von Workshop-Aussagen, die noch dekodiert werden müssen.

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