Definition
Android ist ein Betriebssystem, das hauptsächlich für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets entwickelt wurde. Es basiert auf dem Linux-Kernel und bietet eine offene Plattform für Entwickler, um Anwendungen zu erstellen. Android ist quelloffen, was bedeutet, dass der Quellcode öffentlich zugänglich ist und von verschiedenen Herstellern angepasst werden kann.
Das Betriebssystem wurde speziell für Touchscreen-Geräte optimiert und unterstützt eine Vielzahl von Hardwarekonfigurationen. Neben Smartphones und Tablets wird Android auch in Smartwatches, Fernsehern, Autos und anderen vernetzten Geräten eingesetzt. Es ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten mobilen Betriebssysteme.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Planen Sie eine App für Kunden oder Mitarbeiter, kommen Sie an Android kaum vorbei, weil viele Geräte im Umlauf sind, darunter auch ältere Modelle und robuste Firmenhandys. Diese Vielfalt bedeutet mehr Testaufwand als bei iOS, und Google verlangt regelmäßig Anpassungen an neue Systemversionen, damit eine App im Play Store bleiben darf. Klären Sie früh, welche Android-Versionen unterstützt werden sollen und ob eine plattformübergreifende App oder eine Web-App den Zweck ebenso erfüllt.
Geschichte und Entwicklung
Android wurde ursprünglich von der Firma Android Inc. entwickelt, die 2005 von Google übernommen wurde. Die erste öffentliche Version wurde 2008 veröffentlicht. Seitdem hat Google das Betriebssystem kontinuierlich weiterentwickelt und zahlreiche Versionen mit neuen Funktionen und Verbesserungen herausgebracht.
Die Entwicklung von Android wird von der Open Handset Alliance unterstützt, einem Konsortium aus verschiedenen Unternehmen der Mobilfunkbranche. Die offene Natur von Android hat dazu geführt, dass viele Hersteller das Betriebssystem auf ihren Geräten einsetzen und anpassen, was zu einer großen Vielfalt an Android-Geräten auf dem Markt führt.
Technische Architektur
Android basiert auf einem modifizierten Linux-Kernel, der als Grundlage für die Hardwareabstraktion dient. Darüber liegt eine Middleware-Schicht, die unter anderem die Laufzeitumgebung für Anwendungen bereitstellt. Ursprünglich wurde die Dalvik Virtual Machine verwendet, später wurde sie durch die Android Runtime (ART) ersetzt, die eine effizientere Ausführung von Anwendungen ermöglicht.
Android-Anwendungen werden heute überwiegend in Kotlin oder Java programmiert, weitere Sprachen sind über entsprechende Entwicklungswerkzeuge möglich. Auf dem Gerät werden Anwendungen als APK-Dateien installiert, im Google Play Store werden neue Apps inzwischen als Android App Bundle (AAB) eingereicht; daneben gibt es andere Bezugsquellen.
Einsatzgebiete
Android wird vor allem auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets eingesetzt. Aufgrund seiner Flexibilität findet das Betriebssystem auch Anwendung in anderen Bereichen wie Smart-TVs (Android TV), Wearables (Wear OS) und Fahrzeugen (Android Automotive).
Die breite Unterstützung durch Hardwarehersteller und die große Entwicklergemeinschaft haben dazu geführt, dass Android in vielen verschiedenen Marktsegmenten vertreten ist. Dadurch kann das Betriebssystem an spezifische Anforderungen und Gerätearten angepasst werden.
Abgrenzung zu anderen Betriebssystemen
Im Bereich mobiler Betriebssysteme konkurriert Android hauptsächlich mit iOS von Apple. Während iOS ein geschlossenes System ist, zeichnet sich Android durch seine Offenheit und Anpassbarkeit aus. Diese Unterschiede beeinflussen sowohl die Nutzererfahrung als auch die Verfügbarkeit von Anwendungen.
Neben iOS gibt es weitere mobile Betriebssysteme wie das eingestellte Windows Phone oder HarmonyOS, die jedoch einen deutlich geringeren Marktanteil besitzen. Im Vergleich zu Desktop-Betriebssystemen wie Windows oder macOS ist Android speziell auf mobile und eingebettete Geräte ausgerichtet.