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Glossar · A

Ansible

Ein Open-Source-Tool zur Automatisierung von IT-Prozessen, das Konfiguration, Bereitstellung und Orchestrierung ermöglicht.

Definition

Ansible ist ein Open-Source-Tool zur Automatisierung von IT-Prozessen. Es wird hauptsächlich für die Konfiguration von Systemen, die Bereitstellung von Software und die Orchestrierung von komplexen IT-Workflows eingesetzt. Ansible ermöglicht es, wiederkehrende Aufgaben in der IT-Infrastruktur zu standardisieren und zu vereinfachen.

Das Tool arbeitet agentenlos, das heißt, es benötigt keine spezielle Softwareinstallation auf den Zielsystemen. Stattdessen kommuniziert Ansible über SSH oder andere Remote-Protokolle, um Befehle auszuführen und Konfigurationen anzuwenden. Dies erleichtert den Einsatz in heterogenen Umgebungen.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Mit Ansible ist die Einrichtung eines Servers als Textdatei beschrieben statt im Kopf eines einzelnen Administrators. Fällt ein Server aus oder wird ein zweiter gebraucht, lässt er sich so in gleicher Form neu aufsetzen, was Ausfallzeiten verkürzt und die Abhängigkeit von einzelnen Personen verringert. Für ein einzelnes kleines Webhosting lohnt sich der Aufwand selten, bei mehreren Servern oder strengen Nachweispflichten dagegen schon.

Geschichte und Entwicklung

Ansible wurde 2012 von Michael DeHaan entwickelt und erstmals veröffentlicht. Ziel war es, ein einfaches, aber leistungsfähiges Automatisierungstool zu schaffen, das ohne komplexe Agenten auskommt. Die Entwicklung erfolgte als Open-Source-Projekt unter der GNU General Public License.

2015 wurde Ansible von Red Hat übernommen, einem der führenden Anbieter im Bereich Open-Source-Software für Unternehmen. Seitdem wurde das Tool kontinuierlich weiterentwickelt und in das Produktportfolio von Red Hat integriert, unter anderem in Red Hat Ansible Automation Platform.

Funktionsweise

Ansible verwendet deklarative Konfigurationsdateien, sogenannte Playbooks, die in YAML geschrieben sind. Diese Playbooks beschreiben den gewünschten Zustand von Systemen und Anwendungen, den Ansible herstellt. Die Ausführung erfolgt durch das Ansible-Engine, das die Playbooks interpretiert und die definierten Aufgaben sequenziell abarbeitet.

Die Kommunikation mit den Zielsystemen erfolgt über SSH oder Windows Remote Management (WinRM). Ansible führt Module auf den Zielsystemen aus, die bestimmte Aufgaben übernehmen, wie das Installieren von Paketen, das Verwalten von Diensten oder das Kopieren von Dateien. Die Modularität ermöglicht eine flexible Anpassung an verschiedene Umgebungen.

Einsatzgebiete

Ansible wird in vielen Bereichen der IT eingesetzt, darunter Konfigurationsmanagement, Softwarebereitstellung und Orchestrierung von Multi-Tier-Anwendungen. Es findet Anwendung in Rechenzentren, Cloud-Umgebungen und bei der Verwaltung von Netzwerkgeräten.

Darüber hinaus wird Ansible genutzt, um DevOps-Prozesse zu unterstützen, indem es die Automatisierung von Build-, Test- und Deployment-Pipelines ermöglicht. Auch in der Sicherheitsautomatisierung und Compliance-Prüfung wird das Tool eingesetzt, um konsistente und reproduzierbare Zustände sicherzustellen.

Abgrenzung zu anderen Automatisierungstools

Im Vergleich zu anderen Automatisierungstools wie Puppet oder Chef zeichnet sich Ansible durch seine agentenlose Architektur aus. Während Puppet und Chef auf Agenten setzen, die auf den Zielsystemen installiert werden müssen, benötigt Ansible nur eine Verbindung über SSH oder WinRM.

Zudem ist Ansible für seine einfache Syntax und die Nutzung von YAML-Playbooks bekannt, was die Einstiegshürde reduziert. Andere Tools verwenden oft eigene DSLs oder komplexere Konfigurationssprachen. Im Bereich der Orchestrierung konkurriert Ansible mit Tools wie Terraform, das sich stärker auf Infrastruktur als Code spezialisiert hat.

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