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Glossar · B

Berechtigungen

Berechtigungen sind die Rechte, die einem Benutzer oder einer Anwendung gewährt werden, um auf bestimmte Ressourcen zuzugreifen.

Definition

Berechtigungen sind Zugriffsrechte, die festlegen, welche Aktionen ein Benutzer oder eine Anwendung auf bestimmten Ressourcen ausführen darf. Diese Ressourcen können Dateien, Datenbanken, Systeme oder Dienste sein. Berechtigungen steuern somit den Zugriff und die Nutzung von IT-Ressourcen innerhalb eines Netzwerks oder einer Softwareumgebung.

Im Kontext von IT-Sicherheit und Systemadministration dienen Berechtigungen dazu, unbefugten Zugriff zu verhindern und die Integrität sowie Vertraulichkeit von Daten zu schützen. Sie sind ein zentrales Element in der Zugriffskontrolle und werden häufig in Kombination mit Authentifizierungsmechanismen verwendet.

In der Praxis werden Berechtigungen meist zu Rollen wie Administrator, Redakteur oder Leser gebündelt, damit nicht jedem Nutzer jedes Recht einzeln zugewiesen werden muss. Geprüft werden sie am besten direkt dort, wo eine Aktion ausgeführt wird, und nicht nur durch das Ausblenden von Schaltflächen in der Oberfläche.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Zu weit gefasste Berechtigungen sind eine häufige Ursache für Datenpannen, etwa wenn alle Mitarbeiter Zugriff auf Gehaltsdaten haben oder ein Praktikant Admin-Rechte im CMS behält. Ein Grundsatz hilft: Jede Person bekommt nur die Rechte, die sie für ihre Aufgabe braucht, und Rechte werden beim Wechsel oder Austritt sofort angepasst. Einmal im Jahr eine Liste aller Zugänge mit Admin-Rechten durchzugehen, ist wenig Aufwand und deckt oft Überraschungen auf.

Hintergrund und Entstehung

Das Konzept der Berechtigungen hat seinen Ursprung in frühen Betriebssystemen, die bereits in den 1960er Jahren einfache Zugriffsrechte für Benutzer implementierten. Mit der zunehmenden Vernetzung von Systemen und der steigenden Komplexität von IT-Infrastrukturen wurden differenziertere Berechtigungssysteme notwendig.

Moderne Berechtigungskonzepte basieren oft auf Modellen wie dem Discretionary Access Control (DAC), Mandatory Access Control (MAC) oder Role-Based Access Control (RBAC). DAC und MAC wurden in den 1970er und 1980er Jahren entwickelt, RBAC in den 1990er Jahren formalisiert und später standardisiert, um unterschiedliche Anforderungen an Sicherheit und Flexibilität abzudecken.

Funktionsweise

Berechtigungen werden in der Regel durch Zuweisung von Rechten an Benutzerkonten, Gruppen oder Rollen realisiert. Diese Rechte können Lese-, Schreib-, Ausführungs- oder Verwaltungsrechte umfassen und bestimmen, welche Operationen auf einer Ressource erlaubt sind.

In vielen Systemen erfolgt die Verwaltung von Berechtigungen über Access Control Lists (ACLs) oder Berechtigungsattribute, die an Objekte gebunden sind. Bei der Zugriffskontrolle prüft das System die Berechtigungen des anfragenden Subjekts gegen die definierten Rechte, bevor der Zugriff gewährt oder verweigert wird.

Einsatzgebiete

Berechtigungen finden Anwendung in nahezu allen Bereichen der IT, von Betriebssystemen über Datenbanken bis hin zu Cloud-Diensten und Webanwendungen. Sie sind essenziell für die Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien und die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen.

In Unternehmen werden Berechtigungen häufig zentral über Identitäts- und Zugriffsmanagement-Systeme (IAM) verwaltet, um eine konsistente und kontrollierte Zugriffskontrolle zu gewährleisten. Auch in mobilen Anwendungen und IoT-Geräten spielen Berechtigungen eine wichtige Rolle, um sensible Funktionen zu schützen.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Berechtigungen unterscheiden sich von Authentifizierung, die lediglich die Identität eines Benutzers oder einer Anwendung überprüft. Erst durch Berechtigungen wird entschieden, welche Ressourcen nach erfolgreicher Authentifizierung genutzt werden dürfen.

Ein verwandter Begriff ist die Autorisierung, die oft synonym mit Berechtigungen verwendet wird. Während Berechtigungen die konkreten Rechte darstellen, bezeichnet Autorisierung den Prozess der Überprüfung und Zuweisung dieser Rechte. Alternative Konzepte zur Berechtigungsverwaltung sind Attribute-Based Access Control (ABAC) oder Policy-Based Access Control (PBAC), die flexiblere und kontextabhängige Zugriffsentscheidungen ermöglichen.

Verwandte Begriffe

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