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Glossar · D

Datenintegration

Der Prozess, bei dem Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden, oft unter Verwendung von APIs.

Definition

Datenintegration bezeichnet den Prozess, bei dem Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und vereinheitlicht werden. Ziel ist es, eine konsistente und einheitliche Datenbasis zu schaffen, die für Analyse-, Reporting- oder operative Zwecke genutzt werden kann. Dabei können die Daten aus internen Systemen, externen Datenbanken, Cloud-Diensten oder anderen heterogenen Quellen stammen.

Die Integration umfasst sowohl die technische Verbindung der Datenquellen als auch die Harmonisierung der Datenformate, Strukturen und semantischen Bedeutungen. Dies ermöglicht es Unternehmen, Informationen zentral verfügbar zu machen und redundante oder widersprüchliche Datenbestände zu vermeiden.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Wenn Mitarbeiter Daten von einem System ins nächste abtippen, etwa Bestellungen aus dem Shop in die Warenwirtschaft oder Kontakte aus dem Formular ins CRM, ist das ein klarer Kandidat für eine Datenintegration. Sie spart Arbeitszeit und vermeidet Tippfehler, braucht aber klare Regeln, welches System für welche Daten führend ist. Fragen Sie bei jeder neuen Software, welche Schnittstellen sie bietet, denn davon hängt ab, ob eine Anbindung später günstig oder teuer wird.

Hintergrund und Entwicklung

Die Bedeutung von Datenintegration hat mit der zunehmenden Digitalisierung und der Verbreitung zahlreicher IT-Systeme in Unternehmen stark zugenommen. Bereits in den 1990er Jahren entstanden erste Ansätze zur Integration von Daten aus relationalen Datenbanken, um Silos aufzubrechen. Mit dem Aufkommen von Big Data, Cloud-Computing und APIs hat sich die Komplexität und Vielfalt der Datenquellen erheblich erweitert.

Moderne Datenintegrationslösungen greifen häufig auf standardisierte Schnittstellen wie REST-APIs oder SOAP zurück, um Daten in Echtzeit oder in regelmäßigen Intervallen zu synchronisieren. Die Entwicklung von Middleware und Integrationsplattformen unterstützt dabei die Automatisierung und Skalierbarkeit des Prozesses.

Funktionsweise

Der Datenintegrationsprozess umfasst typischerweise mehrere Schritte: Extraktion der Daten aus den Quellsystemen, Transformation der Daten in ein einheitliches Format und Laden der Daten in ein Zielsystem, oft ein Data Warehouse oder eine Datenplattform. Dieses Verfahren wird auch als ETL (Extract, Transform, Load) bezeichnet.

Neben ETL gibt es auch ELT-Ansätze, bei denen die Transformation erst im Zielsystem erfolgt. Moderne Integrationsverfahren setzen zudem auf Data Virtualization, bei der Datenquellen virtuell verbunden werden, ohne dass die Daten physisch verschoben werden müssen. APIs spielen eine zentrale Rolle, da sie standardisierte Zugriffe auf Daten erlauben und die Integration erleichtern.

Einsatzgebiete

Datenintegration wird in vielen Branchen und Unternehmensbereichen eingesetzt, etwa im Controlling, Marketing, Kundenmanagement oder der Logistik. Sie bildet die Grundlage für Business Intelligence, Data Analytics und maschinelles Lernen, indem sie eine konsistente Datenbasis bereitstellt.

Auch im Kontext von Cloud-Migrationen oder der Einführung von ERP-Systemen ist Datenintegration essenziell, um bestehende Datenbestände zu konsolidieren und nahtlos in neue Systeme zu überführen. Darüber hinaus unterstützt sie die Einhaltung von Compliance-Anforderungen durch zentrale Datenhaltung und -überwachung.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Datenintegration unterscheidet sich von Datenmigration darin, dass sie auf die kontinuierliche Zusammenführung und Vereinheitlichung von Daten abzielt, während Datenmigration meist einmalige Übertragungen von Daten zwischen Systemen beschreibt. Ebenso grenzt sie sich von Datenreplikation ab, die hauptsächlich die Kopie von Daten ohne inhaltliche Harmonisierung umfasst.

Ein verwandter Begriff ist Datenaggregation, bei der Daten aus verschiedenen Quellen zusammengefasst werden, jedoch ohne notwendigerweise eine vollständige Integration oder Harmonisierung. Datenintegration umfasst also sowohl technische als auch semantische Aspekte, die über reine Zusammenfassung hinausgehen.

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Zur Leistung: Schnittstellen & APIs