Definition
Make ist eine No-Code-Plattform, die zur Automatisierung von Geschäftsprozessen und Workflows eingesetzt wird. Nutzer können Abläufe visuell gestalten, indem sie verschiedene Anwendungen und Dienste miteinander verbinden, ohne Programmierkenntnisse zu benötigen. Die Plattform ermöglicht die Automatisierung von wiederkehrenden Aufgaben und die Integration unterschiedlicher Systeme über eine grafische Benutzeroberfläche.
Die Plattform unterstützt eine Vielzahl von Anwendungen, darunter Cloud-Dienste, Datenbanken, E-Mail-Systeme und soziale Netzwerke. Make bietet dabei eine modulare Struktur, in der einzelne Aktionen als Bausteine kombiniert werden, um komplexe Automatisierungen zu erstellen. Dies erleichtert die Optimierung von Geschäftsprozessen und die Reduzierung manueller Arbeitsschritte.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Make eignet sich, wenn wiederkehrende Abläufe zwischen gängigen Cloud-Diensten laufen sollen, etwa ein Formular, das automatisch einen Eintrag im CRM und eine Aufgabe im Projekttool anlegt. Abgerechnet wird nach Anzahl der ausgeführten Schritte, sodass ein Szenario mit vielen Durchläufen spürbar teurer werden kann als erwartet. Weil Ihre Daten dabei über die Server von Make laufen, gehören der Dienst in Ihr Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und ein Auftragsverarbeitungsvertrag in die Ablage.
Hintergrund und Entwicklung
Make wurde ursprünglich unter dem Namen Integromat entwickelt und 2012 gegründet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Prag, Tschechien, und hat sich auf die Entwicklung von Automatisierungslösungen spezialisiert. Im Jahr 2022 erfolgte die Umbenennung von Integromat zu Make, um die Plattform stärker als visuelle Automatisierungslösung zu positionieren.
Die Entwicklung von Make erfolgte vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach No-Code- und Low-Code-Lösungen, die es auch Nutzern ohne Programmierkenntnisse ermöglichen, komplexe Abläufe zu automatisieren. Die Plattform konkurriert in einem Markt, der durch eine Vielzahl von Anbietern geprägt ist, die ähnliche Automatisierungsfunktionen bereitstellen.
Funktionsweise
Make arbeitet mit sogenannten Szenarien, die aus einzelnen Modulen bestehen. Jedes Modul repräsentiert eine Aktion oder einen Schritt in einem Prozess, wie das Abrufen von Daten, das Senden von Nachrichten oder das Verarbeiten von Informationen. Die Module werden über eine Drag-and-Drop-Oberfläche miteinander verbunden, um den gewünschten Workflow abzubilden.
Die Plattform unterstützt dabei sowohl einfache Automatisierungen als auch komplexe Abläufe mit Bedingungen, Schleifen und Fehlerbehandlung. Make kommuniziert über APIs mit den angebundenen Diensten und ermöglicht so eine flexible Integration. Nutzer können Szenarien zeitgesteuert oder ereignisgesteuert ausführen lassen.
Einsatzgebiete
Make wird in verschiedenen Branchen und Unternehmensbereichen eingesetzt, etwa im Marketing, Vertrieb, Kundenservice oder in der IT. Typische Anwendungsfälle sind die Automatisierung von Datenimporten, das Versenden von Benachrichtigungen, die Synchronisation von Kundendaten oder die Erstellung von Berichten.
Die Plattform eignet sich besonders für Unternehmen, die wiederkehrende Aufgaben effizienter gestalten wollen, ohne eigene Softwareentwickler einzusetzen. Auch Agenturen und Dienstleister nutzen Make, um Prozesse für ihre Kunden zu automatisieren und zu standardisieren.
Abgrenzung zu verwandten Plattformen
Make ist vergleichbar mit anderen No-Code-Automatisierungstools wie Zapier, Microsoft Power Automate oder n8n. Im Unterschied zu einigen Wettbewerbern legt Make einen stärkeren Fokus auf komplexe Workflows mit erweiterten Funktionen wie Schleifen und Fehlerbehandlung. Dies ermöglicht anspruchsvollere Automatisierungen.
Während Zapier vor allem auf einfache Verbindungen zwischen Apps ausgerichtet ist, bietet Make mehr Flexibilität bei der Gestaltung und Steuerung von Abläufen. Microsoft Power Automate ist stärker in das Microsoft-Ökosystem integriert, während Make eine breite Palette von Drittanbieterdiensten unterstützt. n8n hingegen ist quelloffen unter einer eigenen Fair-Code-Lizenz verfügbar, lässt sich selbst hosten und bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten auf technischer Ebene.