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Glossar · P

Page Builder

Ein CMS-Feature, mit dem Redakteure Seiten aus vorgefertigten Sektionen / Blöcken zusammensetzen können.

Definition

Ein Page Builder ist ein Software-Tool, das in Content-Management-Systemen (CMS) integriert ist oder als eigenständiges Plugin verwendet wird. Es ermöglicht Nutzern, Webseiten ohne Programmierkenntnisse zu erstellen und zu gestalten, indem sie vorgefertigte Elemente oder Blöcke per Drag-and-Drop zusammenfügen. Diese Elemente können Texte, Bilder, Videos, Buttons oder komplexere Komponenten wie Galerien und Formulare umfassen.

Page Builder sind vor allem darauf ausgelegt, Redakteuren und Marketingverantwortlichen die Erstellung und Anpassung von Webseiten zu erleichtern. Sie bieten eine visuelle Benutzeroberfläche, die die Struktur und das Design der Seite direkt im Editor zeigt, sodass Änderungen sofort sichtbar sind. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, HTML- oder CSS-Code manuell zu schreiben.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Ein Page Builder gibt Ihrem Marketing die Freiheit, neue Landingpages ohne Entwickler zu bauen. Bei frei gestaltbaren Baukästen leiden mit der Zeit oft Ladezeit, Barrierefreiheit und ein einheitliches Erscheinungsbild, weil jede Seite anders aussieht. Gut funktioniert ein Mittelweg aus fest definierten Bausteinen im Design der Marke, die Redakteure kombinieren, aber nicht beliebig verändern können.

Hintergrund und Entwicklung

Die Entwicklung von Page Buildern begann mit dem Ziel, die Erstellung von Webseiten auch für Nutzer ohne technische Expertise zugänglich zu machen. Erste Lösungen entstanden Anfang der 2010er Jahre, parallel zum Wachstum von CMS-Plattformen wie WordPress, Joomla und Drupal. Seitdem haben sich Page Builder zu einem festen Bestandteil vieler CMS-Ökosysteme entwickelt.

Bekannte Page Builder wie Elementor, Divi oder WPBakery Page Builder sind meist als Plugins für WordPress verfügbar und bieten umfangreiche Funktionen zur Gestaltung von Webseiten. Die Integration in CMS-Systeme ermöglicht es, Inhalte flexibel zu strukturieren und Layouts individuell anzupassen, ohne die zugrundeliegende Website-Architektur zu verändern.

Funktionsweise

Page Builder arbeiten meist mit modularen Komponenten, die als Blöcke oder Sektionen bezeichnet werden. Diese Bausteine können per Drag-and-Drop auf der Seite platziert, verschoben und bearbeitet werden. Jeder Block hat eigene Einstellungen für Layout, Stil und Inhalt, die über eine Benutzeroberfläche angepasst werden können.

Die visuelle Bearbeitung erfolgt in der Regel in einem WYSIWYG-Editor (What You See Is What You Get). Änderungen werden unmittelbar in der Vorschau angezeigt, was die Gestaltung intuitiv macht. Einige Page Builder unterstützen zudem responsive Design, sodass Webseiten automatisch für verschiedene Bildschirmgrößen optimiert werden.

Einsatzgebiete

Page Builder werden vor allem in der Webentwicklung und im Content-Management eingesetzt, um die Erstellung von Landingpages, Marketingseiten, Blogs und Unternehmenswebsites zu vereinfachen. Sie erlauben es Teams ohne Entwicklerressourcen, schnell und flexibel Inhalte zu veröffentlichen und zu aktualisieren.

Darüber hinaus finden Page Builder Anwendung bei Agenturen und Freelancern, die Webseiten für Kunden erstellen und dabei individuelle Layouts ohne großen Programmieraufwand realisieren möchten. Auch bei der Prototypenerstellung von Webseiten können Page Builder als Werkzeug dienen, um Designideen schnell zu visualisieren.

Abgrenzung zu verwandten Technologien

Page Builder unterscheiden sich von klassischen Website-Editoren dadurch, dass sie modular und visuell arbeiten, während traditionelle Editoren oft nur Text- und Bildbearbeitung innerhalb fester Templates erlauben. Im Vergleich zu reinen Template-Systemen bieten Page Builder mehr Flexibilität bei der Seitengestaltung.

Im Gegensatz zu Web-Frameworks oder Entwicklungsumgebungen, die Programmierkenntnisse erfordern, sind Page Builder für Anwender ohne technische Vorkenntnisse konzipiert. Sie grenzen sich auch von Headless CMS ab, bei denen die Inhalte unabhängig vom Frontend verwaltet werden und die Gestaltung meist programmatisch erfolgt.

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