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Glossar · Z

Zero-Downtime-Deployment

Deployment-Verfahren, bei dem während des Updates keine Service-Unterbrechung für Nutzer entsteht. Typisch via Blue-Green, Canary oder Atomic Symlinks.

Definition

Zero-Downtime-Deployment bezeichnet ein Verfahren, bei dem eine neue Version einer Anwendung ausgeliefert wird, ohne dass der Dienst für Nutzer unterbrochen wird. Während des Updates bleibt die bisherige Version erreichbar, bis die neue vollständig bereitsteht und den Verkehr übernimmt.

Das Verfahren wird häufig in Webanwendungen, Cloud-Services und anderen IT-Systemen eingesetzt, bei denen eine ständige Erreichbarkeit erforderlich ist. Zero-Downtime-Deployment unterscheidet sich von herkömmlichen Deployments, bei denen der Dienst während des Updates kurzzeitig nicht verfügbar ist. Es stellt sicher, dass Nutzer keine Fehler oder Unterbrechungen wahrnehmen.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Bei Zero-Downtime-Deployment spielen Sie Updates ein, ohne dass Kunden eine Wartungsseite sehen oder Bestellungen verloren gehen. Das ist besonders wichtig für Shops, Portale und Anwendungen, die rund um die Uhr genutzt werden. Die eigentliche Hürde sind Datenbankänderungen, die so geplant werden müssen, dass alte und neue Version kurzzeitig gleichzeitig damit arbeiten können.

Hintergrund und Entwicklung

Technische Ansätze für Zero-Downtime-Deployment haben sich seit den 2000er Jahren entwickelt, insbesondere mit dem Aufkommen von Cloud-Computing und Containerisierung. Verfahren wie Blue-Green-Deployment oder Canary-Releases wurden populär, um schrittweise und kontrollierte Updates ohne Ausfallzeiten zu ermöglichen. Die Automatisierung von Deployments spielt dabei eine wichtige Rolle.

Funktionsweise

Beim Blue-Green-Deployment laufen zwei gleichwertige Umgebungen parallel: Die aktive Umgebung bedient die Nutzer, während die neue Version in der zweiten Umgebung installiert und geprüft wird. Anschließend wird der Datenverkehr umgeschaltet, und bei Problemen lässt sich ebenso schnell zurückschalten. Beim Rolling-Deployment werden mehrere Server nacheinander aktualisiert, sodass immer ein Teil die Anfragen beantwortet.

Eine weitere Methode ist das Canary-Deployment, bei dem das Update zunächst nur einem kleinen Teil der Nutzer bereitgestellt wird. Nach erfolgreicher Prüfung wird der Rollout schrittweise ausgeweitet. Auch Atomic Symlinks werden genutzt, um Dateipfade während des Deployments atomar zu wechseln, was insbesondere bei Webservern ohne Neustart eine unterbrechungsfreie Aktualisierung ermöglicht.

Einsatzgebiete

Auch bei Microservice-Architekturen und Cloud-nativen Anwendungen ist Zero-Downtime-Deployment ein zentraler Bestandteil der Continuous-Delivery-Pipeline. Hier ermöglicht es, häufige Updates und schnelle Fehlerbehebungen ohne Beeinträchtigung des Gesamtsystems durchzuführen.

Abgrenzung zu verwandten Konzepten

Im Vergleich zu Blue-Green-Deployment ist das Rolling-Deployment ressourcenschonender, da keine komplett doppelte Infrastruktur benötigt wird. Canary-Deployments fokussieren sich hingegen auf eine kontrollierte Einführung neuer Versionen bei Teilmengen von Nutzern, was das Risiko reduziert. Zero-Downtime-Deployment kann diese Verfahren kombinieren, um sowohl Verfügbarkeit als auch Sicherheit zu gewährleisten.

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