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Glossar · S

Software as a Service

SaaS ist ein Softwarebereitstellungsmodell, bei dem Anwendungen über das Internet bereitgestellt und abonniert werden.

Definition

Software as a Service (SaaS) bezeichnet ein Bereitstellungsmodell für Softwareanwendungen, bei dem die Programme über das Internet zugänglich gemacht werden. Nutzer greifen auf die Software in der Regel über Webbrowser zu, ohne dass eine lokale Installation erforderlich ist. Die Abrechnung erfolgt meist im Abonnementmodell, häufig monatlich oder jährlich, was die Nutzungskosten planbar macht.

Im Gegensatz zu traditioneller Software, die auf einzelnen Rechnern oder Servern installiert wird, liegt bei SaaS die gesamte Infrastruktur und Anwendung in der Cloud. Anbieter betreiben und warten die Software, wodurch der Nutzer sich nicht um Updates, Sicherheit oder Hardware kümmern muss. SaaS ist eine Form des Cloud Computing und zählt zu den drei Hauptkategorien neben Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS).

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

SaaS spart Ihnen Installation, Serverbetrieb und Updates, dafür liegen Ihre Daten beim Anbieter und die Kosten laufen dauerhaft weiter. Vor Vertragsabschluss sollten Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag, Kündigungsfristen und vor allem der vollständige Datenexport geklärt sein. Wer viele einzelne SaaS-Werkzeuge nutzt, verliert leicht den Überblick über Abos, Zugänge und Datenflüsse, eine Liste mit Zuständigkeit pro Werkzeug schafft hier Ordnung.

Geschichte und Entwicklung

Das Konzept von SaaS entwickelte sich in den 1990er Jahren aus dem Application Service Providing (ASP), bei dem Software über das Internet ausgeliefert wurde. Mit der Verbreitung schneller Internetverbindungen und der Weiterentwicklung von Webtechnologien gewann SaaS ab den 2000er Jahren an Bedeutung. Unternehmen wie Salesforce, gegründet 1999, gelten als Pioniere des SaaS-Geschäftsmodells.

Im Laufe der Zeit haben sich SaaS-Angebote stark diversifiziert und umfassen heute eine Vielzahl von Anwendungen, von Bürosoftware über Customer Relationship Management (CRM) bis hin zu spezialisierten Branchenlösungen. Die Akzeptanz von SaaS wuchs insbesondere durch die Vorteile hinsichtlich Skalierbarkeit, Flexibilität und geringeren Einstiegskosten.

Funktionsweise und Architektur

SaaS-Anwendungen laufen auf zentralen Servern, die vom Anbieter betrieben werden. Nutzer greifen über das Internet auf die Software zu, meist über einen Webbrowser oder eine dedizierte App. Die Daten werden ebenfalls in der Cloud gespeichert, was den Zugriff von verschiedenen Geräten und Standorten ermöglicht.

Die Architektur von SaaS-Systemen basiert oft auf Multi-Tenant-Prinzipien, bei denen mehrere Kunden dieselbe Softwareinstanz nutzen, aber ihre Daten getrennt verwaltet werden. Dies erlaubt eine effiziente Ressourcennutzung und erleichtert Updates, da Änderungen zentral eingespielt werden können, ohne dass Nutzer aktiv eingreifen müssen.

Einsatzgebiete

SaaS wird in zahlreichen Branchen und Anwendungsbereichen eingesetzt. Typische Beispiele sind E-Mail-Dienste, Office-Anwendungen, CRM-Systeme, Projektmanagement-Tools und Buchhaltungssoftware. Auch spezialisierte Lösungen für Gesundheitswesen, Bildung oder Finanzdienstleistungen sind als SaaS verfügbar.

Unternehmen jeder Größe nutzen SaaS, um IT-Kosten zu senken und die Einführung neuer Software zu beschleunigen. Besonders für Start-ups und kleine bis mittlere Unternehmen bietet SaaS den Vorteil, ohne große Anfangsinvestitionen auf professionelle Software zugreifen zu können.

Abgrenzung zu verwandten Modellen

SaaS unterscheidet sich von traditioneller On-Premises-Software, die lokal auf den Rechnern oder Servern eines Unternehmens installiert wird. Während bei On-Premises die Verantwortung für Betrieb und Wartung beim Nutzer liegt, übernimmt der SaaS-Anbieter diese Aufgaben. Dies führt zu unterschiedlichen Anforderungen an IT-Personal und Infrastruktur.

Im Vergleich zu Platform as a Service (PaaS) stellt SaaS fertige Anwendungen bereit, während PaaS eine Entwicklungsplattform für eigene Software bietet. Infrastructure as a Service (IaaS) liefert hingegen nur die grundlegende IT-Infrastruktur wie Server und Speicher. Bekannte SaaS-Anbieter sind beispielsweise Microsoft 365, Google Workspace und Salesforce, während AWS und Microsoft Azure hauptsächlich IaaS und PaaS bereitstellen.

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