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VERGLEICHE


Hetzner vs. AWS

Europäischer Hoster mit transparenten Preisen gegen globalen Hyperscaler mit riesigem Service-Katalog. Wann zahlt sich welche Wahl wirklich aus?

Ausgangslage

Hosting-Welten, die selten verglichen werden

Hetzner ist ein deutscher Hoster mit Rechenzentren in Falkenstein, Nürnberg und Helsinki. Das Portfolio ist überschaubar: Cloud-Server, Dedicated-Server, Managed-Storage, Backups. Preise stehen auf der Website, Verträge sind kurz, Setup ist in Minuten erledigt.

AWS ist der größte Cloud-Hyperscaler weltweit, mit über 200 Diensten von Compute über Datenbanken bis hin zu KI-Plattformen. Preise sind dynamisch, das Setup verlangt eigene Expertise, dafür gibt es nahezu jeden Dienst, den moderne Architekturen brauchen.

Wir empfehlen unseren Kunden in der Regel Hetzner. Nicht aus Lager-Treue, sondern weil die meisten Mittelstands-Workloads keine 200 Cloud-Dienste brauchen, sondern saubere Server, transparente Preise und einen Datenschutz-Rahmen, der nicht durch US-Gesetzgebung relativiert wird.

Schneller Überblick

Wo sich Hetzner und AWS trennen

Preis pro Leistung

Auch mit den heute bestellbaren Hetzner-Servern mit dedizierten vCPU kostet dieselbe Server-Ausstattung bei AWS in Frankfurt rund das 1,8-Fache, mit Datenverkehr im Beispiel gut das Zweieinhalbfache (Stand 02.11.2026). AWS bietet Skalierungs-Mechanismen, die diese Differenz nur bei sehr großen, schwankenden Workloads rechtfertigen.

Datenschutz

Hetzner-Daten liegen in der EU, ohne US-Konzern dahinter. AWS unterliegt im Mutterhaus dem US-Cloud-Act, auch wenn Daten in eu-central-1 liegen. Für sensible Daten ein gewichtiger Punkt.

Komplexität und Lock-in

Hetzner-Setups sind portabel: ein paar Server, ein paar Skripte, fertig. AWS bindet schnell, weil viele Dienste proprietär sind und der Wechsel aufwendig wird.

Globaler Footprint

AWS bietet 30+ Regionen weltweit, mit Edge-CDN, Compliance-Zertifikaten und Spezialdiensten. Für globale, regulierte oder sehr große Setups ist das ein echter Vorteil.

Vergleichs-Kriterien im Detail

Wo der Unterschied liegt, im Detail

AWS Hetzner
Preis-Niveau pro vCPU Höher, im Beispiel rund das 1,8-Fache je Server, mit Datenverkehr gut das Zweieinhalbfache (Stand 02.11.2026), dafür mit Spot- und Reserved-Optionen Niedriger, transparent gelistet, gleiche Preise für alle. Die günstigen Server mit geteilten vCPU sind derzeit meist nicht bestellbar, der Vergleich rechnet deshalb mit dedizierten vCPU (CCX13 ab 43,49 Euro netto im Monat)
Service-Katalog 200+ Dienste, von Compute bis KI, Mediendienste, IoT und Quanten-Computing Klares Portfolio: Server, Storage, Backups, Load-Balancer, Object-Storage
Setup-Zeit Setup-Phasen mit IAM, VPC, Subnets, Security-Groups, oft Tage Server in Minuten, klares Web-Interface, klare APIs
Datenschutz Mutterhaus in den USA, US-Cloud-Act greift auch für EU-Regionen EU-Unternehmen, Daten in EU-Rechenzentren, klare Auftragsverarbeitung
Lock-in Hoch, viele Dienste proprietär, Wechsel sind eigene Projekte Niedrig, Standard-Linux, portierbare Skripte, ein paar SSH-Schlüssel
Compliance-Zertifikate Sehr breit, von HIPAA bis FedRAMP, viele Branchen-Standards abgedeckt DIN ISO 27001, DSGVO-konforme Auftragsverarbeitung, EU-Datenschutz-Niveau
Auto-Scaling Tiefes Auto-Scaling, Lambda, Fargate, Serverless-Pattern Klassisch über Server-Cluster und Load-Balancer, kein Serverless im engeren Sinn
Support Mehrere Support-Stufen, von Basis bis Enterprise mit eigenem TAM E-Mail- und Ticket-Support, in der Praxis schnell und pragmatisch

Pro Hetzner

Warum wir Hetzner für den Mittelstand empfehlen

Preise, die man kalkulieren kann

Bei Hetzner steht der Preis auf der Website. Server, Storage, Traffic, alles transparent. Eine versteckte Rechnung am Monatsende ist die seltene Ausnahme. Bei AWS sind unerwartete Posten der Normalfall, von Egress-Traffic bis zu vergessenen Reservierungen. Die Beispielrechnung mit allen Posten steht im Beitrag Cloud-Kosten vergleichen.

EU-Rechtsraum, keine US-Cloud-Act-Schatten

Wer DSGVO-konform arbeiten muss, ist mit einem EU-Unternehmen wie Hetzner deutlich entspannter. Auftragsverarbeitung, Daten-Standorte und Sub-Auftragsverarbeiter sind klar, kein US-Recht greift im Mutterhaus.

Stack-Portabilität

Ein Hetzner-Setup lässt sich morgen woanders aufbauen. Standard-Linux, SSH, ein paar Konfigurations-Skripte. MARCODES arbeitet dabei nicht mit Docker. Bei AWS-Setups mit Lambda, DynamoDB, SQS und IAM-Policies wird der Wechsel schnell zum eigenen Projekt.

Pro AWS

Wann AWS die klar bessere Wahl ist

Globale Reichweite und Edge-Locations

Wenn Sie Nutzer auf mehreren Kontinenten gleichzeitig bedienen müssen, sind Sie mit AWS besser aufgestellt. Region-Auswahl, CloudFront-CDN, Multi-Region-Replikation, das sind Bausteine, die Hetzner in der Form nicht bietet.

Spezial-Dienste für KI und Daten

Wer Bedrock, SageMaker, Glue oder Redshift braucht, findet bei Hetzner kein Pendant. Spezial-Workloads im ML- oder Datawarehouse-Umfeld profitieren vom AWS-Katalog und seinen Integrationen.

Compliance-Anforderungen mit Zertifikats-Pflicht

Bestimmte Branchen, etwa HIPAA-konformes Gesundheits-Hosting in den USA oder FedRAMP-Anforderungen, verlangen Zertifikate, die AWS mitbringt. Hier lohnt sich der Aufwand, AWS sauber aufzusetzen.

Entscheidungs-Hilfe

Wann was passt

Hetzner ist klar im Vorteil

Bei Mittelstands-Websites, SaaS-Plattformen mit DACH-Fokus, Backoffice-Anwendungen, Datenschutz-sensiblen Workloads und allem, wo transparente Preise und niedriger Lock-in zählen.

AWS ist klar im Vorteil

Bei globalen Workloads mit Mehr-Regionen-Replikation, regulierten Branchen mit Zertifikats-Pflicht, ML-Pipelines mit AWS-Spezial-Diensten oder Setups mit starkem Lastschwankungs-Profil.

Unentschieden

Bei E-Commerce-Plattformen mit hoher Black-Friday-Spitzenlast ist beides möglich. Hetzner skaliert klassisch, AWS dynamischer, der Preis-Vorteil pro CPU kann die Skalierung trotzdem ausgleichen.

Achtung Mischung

Manche Setups laufen auf Hetzner als Basis, mit AWS-Spezial-Diensten als Punkt-Lösung. Das geht, vergrößert aber die operative Komplexität deutlich, wir empfehlen es nur, wenn der Spezial-Dienst unverzichtbar ist.

Unser Standpunkt

Die meisten Mittelstands-Anwendungen sind bei Hetzner besser aufgehoben, günstiger, schneller eingerichtet, einfacher zu pflegen und mit weniger Datenschutz-Risiko. AWS ist ein hervorragendes Werkzeug, wenn man wirklich braucht, was AWS leistet. Sonst zahlt man für Komplexität, die man gar nicht nutzt.
Marco Hochmuth Gründer · MARCODES

Häufige Fragen

Fragen zu Hetzner vs. AWS

Wann lohnt sich AWS gegenüber Hetzner?
Bei unvorhersehbaren Lastspitzen, globaler Multi-Region-Verteilung oder wenn zwanzig oder mehr Managed-Services im Stack stecken. Für die meisten Mittelstands-Workloads ist Hetzner günstiger und genauso performant.
Warum empfehlen Sie Hetzner für mittelständische Unternehmen?
Wir empfehlen Hetzner, weil die meisten Mittelstands-Workloads keine 200 Cloud-Dienste benötigen, sondern transparente Preise, saubere Server und einen Datenschutz-Rahmen, der durch EU-Recht geschützt ist. Das macht die Kosten kalkulierbar und den Betrieb rechtlich entspannter.
Welche Vorteile bietet Hetzner im Vergleich zu AWS beim Datenschutz?
Hetzner operiert vollständig im EU-Rechtsraum, was bedeutet, dass kein US-Cloud-Act auf die Daten Anwendung findet. Wir schätzen diese klare Rechtslage für DSGVO-konforme Projekte sehr, da Auftragsverarbeitung und Datenstandorte transparent geregelt sind.
Wann lohnt sich der Einsatz von AWS statt Hetzner?
Wer globale Reichweite mit Multi-Region-Replikation, Edge-Locations und spezialisierte Dienste für KI oder Datawarehousing braucht, profitiert von AWS. Wir setzen AWS deshalb bevorzugt bei komplexen, spezialisierten Workloads mit hohen Compliance-Anforderungen ein.
Wie unterscheiden sich die Preise bei Hetzner und AWS?
Bei Hetzner sind die Preise transparent und fest auf der Website einsehbar, was uns die Kalkulation erleichtert. AWS hingegen nutzt dynamische Preisgestaltung, wodurch unerwartete Kosten durch Traffic oder vergessene Reservierungen bei uns häufiger auftreten.
Wie gestaltet sich der technische Unterschied in der Portabilität der Hosting-Stacks?
Hetzner setzt auf Standard-Linux und SSH, wodurch sich Setups leicht auf andere Infrastruktur übertragen lassen. AWS-Setups mit Diensten wie Lambda oder DynamoDB sind dagegen stark an die Plattform gebunden, was wir als Hindernis bei einem Anbieterwechsel sehen.
Wie schnell lässt sich ein Hetzner-Setup im Vergleich zu AWS einrichten?
Das Setup bei Hetzner ist in der Regel in wenigen Minuten erledigt, da die Infrastruktur überschaubar und unkompliziert ist. AWS erfordert mehr Expertise und Zeit, da die Vielzahl an Diensten und Konfigurationen komplexer ist und individuell angepasst werden muss.
Welche Compliance-Anforderungen lassen sich besser mit AWS erfüllen?
Für Branchen mit strengen Zertifikats-Pflichten, wie etwa HIPAA-konformes Gesundheits-Hosting oder FedRAMP, bietet AWS die notwendigen Zertifikate. Wir empfehlen AWS in solchen Fällen, da die Plattform speziell auf diese Compliance-Anforderungen ausgelegt ist.

Hosting-Entscheidung steht an?

30 Minuten am Telefon, wir rechnen Ihr Setup einmal auf beiden Welten durch. Ehrliche Empfehlung am Ende, auch wenn sie gegen unsere Standard-Lösung läuft.

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