Zum Inhalt springen

Glossar · L

LTS-Verträge

Long-Term-Support-Verträge, die langfristige Unterstützung und Updates für Software garantieren.

Definition von LTS-Verträgen

LTS-Verträge stehen für Long-Term-Support-Verträge und beziehen sich auf Vereinbarungen, die eine langfristige Unterstützung und Wartung von Softwareprodukten sicherstellen. Diese Verträge garantieren, dass Software über einen definierten Zeitraum mit Updates, Sicherheits-Patches und technischem Support versorgt wird. LTS-Verträge sind besonders relevant für Unternehmen, die auf stabile und verlässliche Softwareumgebungen angewiesen sind, ohne häufige Versionswechsel durchführen zu müssen.

Im Rahmen eines LTS-Vertrags verpflichtet sich der Softwareanbieter, bestimmte Softwareversionen über mehrere Jahre hinweg zu pflegen. Dies umfasst neben Fehlerbehebungen auch Sicherheitsupdates und gelegentlich Kompatibilitätsanpassungen. Der Fokus liegt auf Stabilität und Verlässlichkeit, um den Betrieb kritischer Systeme abzusichern. LTS-Versionen erhalten in der Regel keine neuen Funktionen, sondern konzentrieren sich auf die Wartung der bestehenden Softwarebasis.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Viele Bausteine einer Website oder Anwendung, vom Betriebssystem des Servers bis zum Framework, haben ein festes Supportende, nach dem keine Sicherheitsupdates mehr erscheinen. Prüfen Sie vor einem Projekt, ob auf LTS-Versionen gesetzt wird und bis wann diese gepflegt werden, damit ein Upgrade nicht überraschend zur Pflicht wird. Im Wartungsvertrag sollte stehen, wer das Supportende im Blick behält und wie der Umstieg auf die nächste Version geplant und abgerechnet wird.

Hintergrund und Entwicklung

Das Konzept von LTS-Verträgen entwickelte sich vor allem mit der zunehmenden Verbreitung von Open-Source-Software und komplexen IT-Infrastrukturen. Unternehmen benötigten eine Möglichkeit, Software langfristig zu betreiben, ohne ständig auf neue Hauptversionen umsteigen zu müssen, die oft umfangreiche Anpassungen erfordern. LTS-Verträge bieten hier eine vertragliche Grundlage, um Planungssicherheit und Stabilität zu gewährleisten.

Viele bekannte Softwareprojekte und Anbieter bieten LTS-Versionen an, darunter Betriebssysteme wie Ubuntu oder Laufzeitumgebungen wie Node.js. Diese LTS-Versionen werden über mehrere Jahre unterstützt, je nach Projekt von rund zweieinhalb Jahren bei Node.js bis zu deutlich längeren Zeiträumen bei Betriebssystemen. Die Verträge regeln oft auch den Umfang des Supports, etwa ob nur Sicherheitsupdates oder auch technische Beratung enthalten sind.

Funktionsweise von LTS-Verträgen

Ein LTS-Vertrag definiert die Laufzeit, während der der Softwareanbieter Supportleistungen erbringt. Dazu gehören in der Regel Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und gegebenenfalls Kompatibilitätsanpassungen. Die Softwareversion, die unter LTS fällt, bleibt funktional stabil, es werden keine neuen Features eingeführt, um die Kompatibilität zu gewährleisten.

Der Support erfolgt häufig in mehreren Phasen, beginnend mit aktivem Support, in dem Fehler und Sicherheitslücken zeitnah behoben werden. Anschließend kann eine erweiterte Supportphase folgen, in der nur noch kritische Sicherheitsupdates bereitgestellt werden. Nach Ablauf der Supportzeit endet der Vertrag, und der Kunde muss auf eine neuere Version migrieren oder den Support anderweitig sicherstellen.

Einsatzgebiete von LTS-Verträgen

LTS-Verträge finden vor allem in Unternehmen Anwendung, die auf stabile IT-Systeme angewiesen sind, beispielsweise in der Industrie, im Gesundheitswesen oder im Finanzsektor. Dort ist es wichtig, dass eingesetzte Software über längere Zeiträume zuverlässig funktioniert und Sicherheitslücken schnell geschlossen werden.

Darüber hinaus sind LTS-Verträge für Betreiber von Servern und Cloud-Infrastrukturen relevant, da hier häufig Software mit langer Lebensdauer eingesetzt wird. Auch in der Embedded-Softwareentwicklung werden LTS-Verträge genutzt, um Geräte über Jahre hinweg mit Updates zu versorgen, ohne die Softwarearchitektur grundlegend zu verändern.

Abgrenzung zu anderen Supportmodellen

Im Gegensatz zu regulären Supportverträgen, die oft nur für kurze Zeiträume oder für die jeweils aktuelle Softwareversion gelten, bieten LTS-Verträge eine verlängerte und stabilere Unterstützung. Während normale Updates häufig neue Funktionen und Änderungen enthalten, konzentriert sich der LTS-Support auf Wartung und Sicherheit.

Ein verwandter Begriff sind Maintenance-Verträge, die ebenfalls Support und Updates abdecken, jedoch meist ohne die explizite Langfristigkeit und Stabilitätsgarantie von LTS-Verträgen. Zudem unterscheiden sich LTS-Verträge von Subscription-Modellen, bei denen der Zugriff auf Software und Updates an eine fortlaufende Zahlung gebunden ist, ohne dass eine bestimmte Supportdauer garantiert wird.

Verwandte Begriffe

Passende Leistung

Sie möchten wissen, was das für Ihr Projekt bedeutet? Sprechen Sie uns an.

Zur Leistung: Wartung